„Nicht am Straßenrand halten“
: So ernst ist die Reisewarnung an Urlauber in Ungarn

Besonders der Balaton sei betroffen - das Auswärtige Amt warnt Deutsche vor Kriminalität in Ungarn.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Budapest
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epa02823191 Competitors sail after the start of the three-day Blue Ribbon yachting race around the Lake Balaton in Balatonfured, 124 kms southwest of Budapest, Hungary, 14 July 2011. This year 588 sailboats started the largest round-the-lake yachting race of Europe. EPA/ARON SZANTO HUNGARY OUT ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Diese Reisewarnung zu Ungarn veröffentlichte das Auswärtige Amt.

Aron Szanto/dpa

Am 26. Juni 2025 aktualisierte das Auswärtige Amt seine Reise- und Sicherheitshinweise zu Ungarn. Es geht um Kriminalität. Wovor Deutsche und Urlauber in Ungarn gewarnt werden und welche Tipps das Auswärtige Amt gibt.

Aktualisierte Reisewarnung für Ungarn

Das Auswärtige Amt warnt vor folgenden Dingen in Ungarn:

Diebstahl

Deutsche in Ungarn werden vor Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl, Handtaschenraub und Autodiebstahl gewarnt. Diese kommen größtenteils auf Märkten, an Bahnhöfen, U- und Straßenbahnschaltern, in den öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufszentren und Touristengebieten vor.

Einbrüche

Auch Einbrüche, auch in Anwesenheit der Bewohner, sind besonders rund um den Balaton (Plattensee) kommen oft vor.

Trickbetrüger

Das Auswärtige Amt warnt vor Betrugsszenarien: Zum Beispiel falsche Polizisten, die auf angebliche Schäden am Fahrzeug hinweisen, um Fahrer zum Anhalten zu bewegen und dann Diebstahl zu begehen. Auch stark überteuerte Rechnungen, die dann konsequent eingetrieben werden durch Zufallsbekanntschaften oder Einladungen in Bars oder Clubs, teilweise durch Empfehlung von Taxifahrern, kommen vor.

Diese Tipps gibt das Auswärtige Amt an Ungarn-Urlauber

Diese Hinweise gibt das Auswärtige Amt an Deutsche in Ungarn:

  • Geld, Ausweise, Führerschein und wichtige Dokumente sollten sicher aufbewahrt werden. Elektronische Kopien und Fotos sollten von Ausweisen und Dokumenten gespeichert werden.
  • Unnötige Wertsachen, viel Bargeld oder auffälliger Schmuck sollten nicht mitgenommen werden. Es wird empfohlen, lieber mit Karte zu zahlen und nur das für den Tag benötigte Bargeld mitzuführen.
  • In Menschenmengen sowie an Flughäfen, Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln sollen Deutsche und Urlauber aufmerksam sein und auf ihre Wertsachen achten.
  • Auch in Ferienwohnungen sollten keine Wertsachen oder Papiere für lange Zeit alleine gelassen werden.
  • Fahrzeuge sollten Urlauber nur auf bewachten Parkplätzen abstellen und keine Wertsachen oder Wagenpapiere im Auto lassen.
  • Falls man auf Schäden am Auto hingewiesen wird, sollte man nicht am Straßenrand halten, sondern bis zur nächsten Tankstelle fahren, um das Auto auf Schäden zu überprüfen. Bei Polizisten in Ungarn muss man sich vergewissern, dass die Polizisten eine Plakette mit einer fünfstelligen Dienstnummer und einen Dienstausweis in Kreditkartenformat haben.
  • Bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Zufallsbekanntschaften und Einladungen sollten Urlauber skeptisch sein. Das Auswärtige Amt rät, sich stets genau über Preise zu erkundigen, persönlich die Glaubwürdigkeit sicherstellen und sich im Ernstfall an die örtliche Polizei zu wenden.