Öl-Fund vor Polen: Bohrinsel vor Usedom? Bild zeigt, wie das aussehen würde

Vor der Swinemünder Küste wurde Öl gefunden. Wie würde sich die Aussicht vor der Küste Usedoms verändern, wenn das Öl tatsächlich gefördert würde. Ein Bild gibt einen ersten Eindruck.
Stefan Sauer/dpaDie Usedomer Kaiserbäder sind in Aufruhr! Die Probebohrungen vor der polnischen Hafenstadt Swinoujscie (Swinemünde) auf dem polnischen Teil der Insel waren wohl erfolgreich. Sollten sich die jüngsten Erkenntnisse bewahrheiten, wäre es einer der größten Ölfunde in der Geschichte Polens. Aufgrund der Grenznähe wäre auch Usedom betroffen.
Neben ökologischen Risiken und anderen Bedenken wäre der Bau einer Bohrplattform so nahe vor der Usedomer Küste auch optisch ein Desaster, befürchten viele. Sehen Urlauber und Urlauberinnen von der Usedomer Küste aus bald nicht nur auf die schöne Ostsee, sondern auch auf eine Förderinsel? Und wie würde das aussehen? Wir haben Künstliche Intelligenz gefragt, welche Aussicht Reisende erwarten könnte.
Bohrinsel vor Swinemünde: Diese Orte wären betroffen
Eine Förderung könnte nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) in drei bis vier Jahren beginnen. Die Lizenz hat das kanadische Unternehmen CEP, welches die Probebohrungen durchführt, bereits seit 2017. Das „Offshore-Ölfeld Wolin East“ liegt nach CEP-Angaben etwa sechs Kilometer von der polnischen Hafenstadt Swinemünde entfernt.
Auch Swinemünde ist touristisch gut erschlossen. Von hier wäre die Sicht auf die Ostsee ebenso von der Bohrinsel getrübt, wie aus den Kaiserbädern Bansin, Ahlbeck und Heringsdorf gleich nebenan.
Öl-Förderung vor Polen: So würde sich die Aussicht verändern
Wir haben mithilfe künstlicher Intelligenz simuliert, wie sich die Aussicht auf die Ostsee verändern würde, wenn dort eine Bohrplattform entstehen würde.
Das wäre laut der KI der Blick von der Heringsdorfer Seebrücke auf die Förderplattform:

Blick von der Seebrücke Heringsdorf auf eine fiktive Bohrinsel vor der Swinemünder Küste.
Collage: Stefan Sauer/dpa/ChatGPTDer ChatGPT Dienst Sora stellt eine fiktive Bohrinsel vor Usedom so dar:

Fiktive Bohrinsel vor Usedom: So sieht KI die mögliche Aussicht vom Heringsdorfer Strand.
KI/SORAOb es tatsächlich dazu kommen wird, steht derzeit nicht fest. Gegenüber Bild.de fordert Laura Isabelle Marisken (parteilos), Bürgermeisterin im Ostseebad Heringsdorf, eine „Aufklärung über das gemeldete Ölvorkommen in unmittelbarer Grenznähe sowie eine klare, aktive Haltung der Landesregierung zum Schutz unserer Region.“ Die Firma CEP habe laut der Zeitung verlautbaren lassen, dass das Ölvorkommen gefördert werden soll.
