Osterfeuer 2025
: Datum, Herkunft, Brauch & Co. – Alle Infos zum Osterfeuer

Wenn die Osterzeit anbricht, bereiten die örtlichen Kirchengemeinden das Osterfeuer vor. Wir haben alle Infos zu dem Brauch des Osterfeuers hier zusammengefasst.
Von
Lea Lange
Berlin
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Das Osterfeuer ist eine christliche Tradition und wird von vielen Gemeinden gefeiert. Doch was hat es mit diesem Brauch auf sich? Dies erfahrt ihr in diesem Artikel

Das Osterfeuer ist eine christliche Tradition und wird von vielen Gemeinden gefeiert. Doch was hat es mit diesem Brauch auf sich? Dies erfahrt ihr in diesem Artikel

Christoph Reichwein/dpa

Zu Ehren der Auferstehung Jesu feiern die katholische und evangelische Kirche das Osterfest. Dabei gibt es viele Traditionen, welche sich entweder im Laufe der Jahrhunderte gebildet haben, oder seit jeher bestehen. Das Osterfeuer gehört zu den Bräuchen, welche sich fest etabliert haben. Wir haben in diesem Artikel alle Informationen für euch zusammengefasst:

  • Woher stammt die Tradition?
  • Ist es ein unzeitgemäßer Brauch?

Osterfeuer – Woher kommt der Brauch?

Das Osterfeuer gibt es wahrscheinlich schon seit Jahrhunderten. Der Brauch ist germanischen Ursprungs, hat also eigentlich nichts mit der Kirche zu tun. Es gibt ein schriftliches Zeugnis aus dem Jahre 751, dass die Existenz des Osterfeuers zum ersten Mal belegt.

Wie viele heidnische Bräuche hat die Kirche auch beim Osterfeuer entschieden, den Brauch einfach aufzunehmen und dem Ganzen eine christliche Bedeutung zuzuschreiben. So ist es in manchen Teilen Deutschlands bis heute üblich, eine Puppe auf dem Feuer zu verbrennen, die Judas Iskariot darstellen soll. Judas hatte laut Überlieferung der Bibel Jesus verraten, was zu seiner Kreuzigung führte. Außerdem wird in der katholischen Kirche in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag ein Feuer entzündet, dass das Licht Jesu repräsentieren soll. Dieses Feuer heißt „Osterfeuer“.

Heutzutage wird der Brauch des Osterfeuers vor allem in Norddeutschland praktiziert. Manche Osterfeuer finden am Karsamstag statt, andere erst am Ostersonntag. Die Feuer werden möglichst hoch aufgestapelt, in manchen Dörfern gibt es sogar einen Wettstreit darüber, wer das höchste Feuer hat. Am Abend des Osterfeuers wird meistens getrunken und gegrillt, gesellig beieinander gesessen.

Beim Osterfeuer gibt es noch diverse regionale Unterschiede und Bräuche. So sammeln manche Ortschaften Spenden für die örtliche Feuerwehr am Abend des Osterfeuers. Oft wird das Osterfeuer von der Feuerwehr organisiert.

Osterfeuer und Umweltschutz – Ein unzeitgemäßer Brauch?

In der Zeit des Klimawandels und Umweltschutzes gibt es große Diskussionen über den Brauch des Osterfeuers. Der Nabu veröffentlicht auf der Internetseite Informationen, damit die Osterfeuer möglichst unschädlich für die Natur sind. So sollten Osterfeuer nicht tagelang vor dem Entzünden aufgeschichtet werden, da kleine Tiere wie Igel und Mäuse den Haufen als Unterschlupf nutzen. Osterfeuer können in besonders trockenen Jahren eine Waldbrandgefahr sein. Naturschutzorganisationen raten deshalb vom Brauch ab, wenn die vorangegangene Zeit besonders trocken war.