• Für das Osterwochenende (14. bis 18. April) rechnen die Automobilklubs ADAC und ACE mit mehr Verkehr als in den beiden Vorjahren.
  • Besonders am Gründonnerstag und Ostermontag wird es streckenweise voll.
  • Als Hauptreiseziele zu Ostern nennen die Autoclubs die höher gelegenen Wintersportzentren der Alpen, den Süden und auch die Nord- und Ostsee.
  • Doch auch Tagesausflüge vor allem bei schönem Wetter und Verwandtenbesuche dürften die Autobahnen zeitweise voll werden lassen.
  • Wo es besonders eng wird - eine Übersicht:

Zufahrt zur Ostsee-Insel Usedom

Zu einem Nadelöhr könnte 2022 die nördliche Zufahrt zur Insel Usedom werden. Bis kurz vor Ostern wird dort an der Wolgaster Peene-Hubbrücke und der Ortsdurchfahrt des Ostseebades Zinnowitz gearbeitet. An beiden Stellen ist die Bundesstraße 111 demnach nur halbseitig befahrbar.
Aus Süden soll Usedom aber ohne Einschränkungen über die B110 und die Zecheriner Klappbrücke zu erreichen sein. Deutschlands zweitgrößte Insel ist ein beliebtes Urlaubsziel und gilt als die „Badewanne Berlins“.

Stau-Prognosen auf Autobahnen

Der ADAC erwartet besonders rund um die Großräume München, Köln und Stuttgart, auf den Routen zu den deutschen Küsten (Ostsee: A19, A11/A20) sowie auf folgenden Strecken Verzögerungen und Staus:
  • A1 Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg
  • A3 Würzburg - Nürnberg - Passau
  • A1/A3/A4 Kölner Ring
  • A5 Karlsruhe - Basel
  • A6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A7 Hannover - Flensburg und Füssen/Reutte - Ulm - Würzburg
  • A8 Salzburg - München - Stuttgart
  • A9 München - Nürnberg
  • A10 Berliner Ring
  • A12 Frankfurt (Oder) - Polen
  • A61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
  • A81 Stuttgart - Singen
  • A93 Kufstein - Inntaldreieck
  • A95/B2 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A99 Umfahrung München
Für die Schweiz und Österreich rechnet der ADAC je nach Abschnitt und Zeit mit ebenfalls lebhaftem Osterreiseverkehr. Staugefährdet sind in Österreich die West- (A1), die Tauern- (A10), die Inntal- (A12) und die Brennerautobahn (A13) sowie die Fernpass-Route (B 179) und die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen.
In der Schweiz sind stark befahren: die Gotthard-Route (A2), die Strecke St. Gallen - Zürich - Bern (A1) und die Zufahrten zu den Wintersportgebieten Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz.

Österreich: mit Einreisekontrollen rechnen

Beim Grenzverkehr ist mit stichprobenartigen Kontrollen zu rechnen. Wie lange man bei der Rückreise von Österreich nach Deutschland aktuell warten muss, sieht man bei der österreichischen Infrastrukturgesellschaft Asfinag online.
Reisende sollten sich über geltende Coronaregeln informieren. Infos zu den aktuellen Auflagen innerhalb und außerhalb Deutschlands gibt es bei ACE und ADAC sowie beim Auswärtigen Amt. Auch zu den Winterreifen-Regelungen im Reiseland sollten sich Autofahrer vor Fahrtantritt informieren.

Deutsche Bahn setzt Sonderzüge ab und nach Berlin ein

Aus Sicht der Bahn sind Gründonnerstag, Karfreitag sowie Ostermontag und der folgende Dienstag besonders nachfragestarke Tage, wie ein Sprecher mitteilte. Vom Donnerstag bis zum Sonntag nach Ostern (24. April) sollen 50 zusätzliche Züge vor allem auf stark nachgefragten Verbindungen im Einsatz sein, etwa zwischen Berlin und München sowie zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin.

Flughafen BER mit dünner Personaldecke

Der Frankfurter Flughafen erwartet in der Osterreisewelle bis zu 170.000 Reisende täglich. Jeden Tag würden etwa 1100 Flugzeuge in Frankfurt starten und landen, hieß es vom Flughafenbetreiber Fraport. Damit nähert sich die Zahl dem Niveau der Zeit vor der Corona-Krise an, als es auch schon mehr als 240.000 Gäste an einem Tag gegeben hatte.
Wegen Personalmangels sollten sich Flugreisende an Ostern auf Engpässe einstellen. Fraport trat in der Corona-Krise, in der die Passagierzahlen einbrachen, auf die Kostenbremse und baute Stellen ab. Teilweise wanderten von Kurzarbeit betroffene Beschäftigte in andere Branchen ab. Vor diesem Hintergrund kann es insbesondere bei den Sicherheitskontrollen und bei der Gepäckausgabe bei der Rückkehr zu längeren Wartezeiten kommen.
Auch der Hauptstadtflughafen BER kämpft über die verkehrsreichen Osterferien mit einer äußerst dünnen Personaldecke bei den am Ablauf beteiligten Unternehmen.