Papstwahl: Die längste und kürzeste Wahl in der Geschichte des Vatikans

Kardinäle verfolgen am 12.03.2013 im Petersdom im Vatikan die Wahl-Messe «Pro Eligendo Romano Pontifice». Nach der Messe zogen sich die Kardinäle in die Sixtinische Kapelle zurück und begannen das Konklave, die Papstwahl für den Nachfolger von Papst Benedikt XVI.
picture alliance / dpa | Michael KappelerAuch wenn die katholische Kirche vermehrt mit vielen Kirchenaustritten zu kämpfen hat, blieb die Wahl des Papstes bisher stets in großem öffentlichem Interesse. Das Prozedere der Papstwahl ist dabei seit Jahrhunderten fest geregelt. Bei der Dauer der Wahl gab es in der Vergangenheit große Unterschiede.
Die längste Papstwahl
Die Papstwahl verläuft in theoretisch unbegrenzter Anzahl von Wahlgängen. Somit ist es möglich, dass sich die Papstwahl mehrere Tage bis Monate ziehen kann. Im 13. Jahrhundert kam es zu der bislang längsten Papstwahl. 18 Kardinäle konnten sich für circa drei Jahre nicht auf einen Papst einigen. Als Folge wurde die Papstwahl von dem gewählten Papst Gregor X. reformiert, sodass es seitdem nicht mehr als einige Tage oder Wochen dauerte, bis ein neuer Papst ernannt werden konnte.
Wann verlief die Papstwahl besonders schnell?
Die Papstwahl ist den meisten vor allem als mehrtägiges Prozedere bekannt. Auch wenn es teilweise Monate bis Jahre dauerte, bis ein neuer Papst gefunden werden konnte, gab es in der Geschichte der römischen Kirche auch Ausnahmen. 1503 und 1939 wurde der Papst noch am ersten Tag gewählt. Julius II. wurde 1503 sogar innerhalb ein paar Stunden zum nächsten Papst ernannt. Somit sind die Wahlen sehr variabel und es ist schwierig abzusehen, wie lange eine nächste Papstwahl dauern wird. Die letzten Wahlen waren jedoch meist innerhalb von mehreren Tagen bis Wochen erfolgreich.
