Papstwahl: Weißer oder schwarzer Rauch – Was bedeutet das?

Schwarzer Rauch steigt am 13.03.2013 im Vatikan aus dem Kamin der Sixtinischen Kapelle.
picture alliance / dpa | Michael KappelerSo manches Bild ist im kollektiven Gedächtnis verankert. Auch wenn die katholische Kirche mit vielen Kirchenaustritten zu kämpfen hat – Die Wahl des Papstes blieb stets in großem öffentlichem Interesse. Die Aufnahmen von weißem oder schwarzem Rauch, der aus der Sixtinischen Kapelle aufsteigt, sind den meisten Fernsehzuschauern schon begegnet. Was bedeutet die Farbe des Rauches?
Papstwahl 2025
Am 7. Mai beginnt die Wahl des neuen Papstes. Das Prozedere der Papstwahl ist dabei seit Jahrhunderten fest geregelt. Grundsätzlich kann jeder männliche katholische Christ zum Papst gewählt werden. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass der Kandidat bereits Priester, Bischof oder Kardinal ist. Allerdings stammt der neue Papst seit dem 14. Jahrhundert üblicherweise aus den Reihen der Kardinäle. Wahlberechtigt sind nur die Kardinäle, welche von einem amtierenden Papst ernannt wurden und die das Alter von 80 Jahren noch nicht erreicht haben. Offiziell zugelassen sind als Obergrenze nur 120. Diese Regelung wurde jedoch in Ausnahmefällen überschritten. Die letzten Wahlen waren überwiegend innerhalb von mehreren Tagen bis Wochen erfolgreich. Der Öffentlichkeit wird ein neuer Papst dabei über die Farbe von Rauch aus einem Schornstein angekündigt. Zum ersten Mal wird der Rauch bei der Papstwahl 2025 voraussichtlich am Mittwochabend aufsteigen. Wie wird er richtig interpretiert?
Konklave: Was bedeutet weißer Rauch?
Der Wahlprozess des neuen Papstes beginnt mit der Geheimwahl der Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Nach jeder Wahlrunde werden dabei die Stimmzettel verbrannt. Wenn die Wahl erfolgreich war und ein neuer Papst gewählt wurde, wird das Ergebnis mit dem Verbrennen der Stimmzettel begleitet, die mit speziellen Chemikalien versetzt sind, um den Rauch weiß zu färben.
Schornstein im Vatikan: Was bedeutet schwarzer Rauch?
Wenn hingegen kein Kandidat die notwendige Mehrheit erreicht, werden die Stimmzettel ohne Chemikalien verbrannt, sodass der Rauch schwarz ist. Damit wird gezeigt, dass die Kardinäle sich auf keinen Papst einigen konnten. Sobald ein Papst gewählt ist, wird eine offizielle Bekanntmachung herausgegeben und der neue Papst der Öffentlichkeit vorgestellt.
Bei der Papstwahl signalisiert der weiße Rauch somit, dass ein neuer Papst gewählt wurde, während der schwarze Rauch bedeutet, dass es in dem Wahlgang noch keine Einigung gab.
