Polen schließt Grenze: So sind deutsche Reisende betroffen

Ein belarussischer Grenzschutzbeamter ist im August 2025 an der Grenze zwischen Polen und Belarus hinter einem Zaun zu sehen. Das sind die Hinweise vom Auswärtigen Amt an Deutsche aufgrund der Grenzschließung im September 2025.
Czarek Sokolowski/dpaDeutschlands Nachbarland Polen schließt seine Grenzen aufgrund des russischen Militärmanövers „Sapad 2025“. Welche Grenze dicht sein wird und wie das Auswärtige Amt nun in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für Deutsche reagiert.
Polen schließt Grenze: So sind Deutsche betroffen
Aufgrund des in Belarus stattfindenden „Sapad“-Manövers der russischen und belarussischen Streitkräfte schließt Polen seine Grenzen zu Belarus. Das Sapad-Manöver findet in der Nacht vom Donnerstag, 11. September 2025 bis zum 16. September 2025 statt. Darüber informierte das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen zu Polen am 10. September. Eine weitere Warnung gibt es vom Auswärtigen Amt bisweilen nicht (Stand: 11.9.2025 um 10 Uhr). Außer, dass man aktuell nicht über die Grenze nach Belarus kommt, sind die Deutschen von der geschlossenen Grenze in anderer Weise nicht betroffen.
Polen schließt seine Grenze, einschließlich der Eisenbahnübergänge, ab Donnerstag um Mitternacht. Wann die Grenze zwischen Polen und Belarus wieder geöffnet wird, ist noch nicht bekannt. Nicht nur Polen ergreift in Hinsicht auf Sapad 2025 Maßnahmen. Auch Litauen will die Schutzmaßnahmen an seiner Grenze verstärken.
Russisches „Sapad 2025“-Manöver an der polnischen Grenze
Das „Sapad 2025“-Manöver findet nah an der belarussisch-polnischen Grenze statt und sei aus militärischer Sicht sehr aggressiv, so der polnische Ministerpräsident Tusk in einer Mitteilung vom Dienstag, 9. September. Die nationale Sicherheit sei der Grund für die Grenzschließung. Polen sieht sich von Belarus und Russland provoziert. Russischen Staatsmedien zufolge sollen 13.000 Soldaten an dem Manöver teilnehmen. Belarus will den Einsatz atomwaffenfähiger russischer Oreschnik-Raketen üben. International wird das Manöver und die damit einhergehende Machtdemonstration mit viel Argwohn erwartet und beobachtet. 2021 hatte Russland die „Sapad 2021“-Übung zur Vorbereitung auf den Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 genutzt.
Mit dem Sapad-Manöver wollen Russland und Belarus einen Angriff auf die Suwalkie-Lücke simulieren, so Tusk. Die Suwalkie-Lücke ist die einzige Landverbindung zwischen Polen und Litauen, zwischen Kaliningrad und Belarus. Seit 2021 hat Polen bereits einen fünf Meter hohen Grenzzaun zu Belarus gebaut, Pushbacks und die Aussetzung des Asylrechts an dieser Grenze eingeführt, um die belarussische Lenkung von Flüchtlingen nach Polen zu stoppen.
