Preis auf der Rechnung überrascht: Wofür viele im Restaurant unbewusst zahlen

In der EU gilt eine gemeinsame Richtlinie, die auch Empfehlungen für das Angebot von Leitungswasser in Restaurants enthält. Werden diese in Deutschland umgesetzt?
Felix Kästle/dpaWer zu seinem Essen auch den Durst löschen mag, hat im Restaurant eine große Auswahl an Getränken. Nicht alle sind dabei Fans von Soft-Drinks oder alkoholischen Getränken und greifen gerne auch mal auf Wasser zurück. Während es zu Hause aus der Leitung praktisch nichts kostet, können in der Gastronomie deutlich höhere Preise für Wasser anfallen. Auch bei der Bestellung von explizitem Leitungswasser müssen Gäste mit Kosten rechnen. Die rechtliche Lage in Deutschland im Überblick:
Restaurant: Leitungswasser kostenlos zur Bestellung dazu?
In Deutschland besteht laut des Gastronomie-Verbands Dehoga kein Anspruch auf kostenloses Leitungswasser. Man könne zwar um ein Glas oder eine Kanne Leitungswasser bitten. Der Gastronom ist aber nicht dazu verpflichtet, dem kostenlos nachzukommen. Viele Restaurants bieten den Service zwar unentgeltlich an, mancherorts wird jedoch eine Servicegebühr fällig.
Was kostet ein Glas Wasser im Restaurant?
Laut Artikel 16 Absatz 2 der EU-Trinkwasserrichtlinie wird Restaurants zwar auch in Deutschland seit Anfang 2023 empfohlen, Wasser kostenlos oder gegen eine geringe Dienstleistungsgebühr zur Verfügung zu stellen. Die Richtlinie hat jedoch nur empfehlenden Charakter und ist nicht verbindlich. Mancherorts gibt es zur Bestellung Leitungswasser auf explizite Nachfrage kostenlos dazu. In vielen Restaurants wird für Leitungswasser aber auch eine Servicegebühr von Centbeträgen bis hin zu 3 oder 4 Euro fällig. Mineralwasser kann ggf. um einiges mehr kosten. Hierbei sind in extremen Ausnahmefällen auch mal bis zu 10 Euro pro Flasche drinnen.
