Preis-Streit eskaliert: Diese Biersorten nimmt Edeka aus dem Sortiment

Der Preiskampf ums Bier zwischen Edeka und AB InBev eskaliert: Jetzt hat Edeka beschlossen, über 80 Marken aus dem Sortiment zu nehmen. (Symbolbild)
Rainer Jensen/dpaSchlechte Nachrichten für Bierfans: Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka streicht 10 Biermarken aus dem Sortiment, darunter große Namen. Hintergrund ist ein eskalierender Streit mit dem Brauereikonzern AB InBev über Preiserhöhungen.
Edeka und AB InBev: Streit eskaliert
Nach Angaben von Edeka kommt es derzeit zwischen der europäischen Einkaufsorganisation Everest, zu der auch EDEKA gehört, und dem globalen Getränkekonzern AB InBev zu Meinungsverschiedenheiten. AB InBev fordert nach Angaben eines Pressesprechers von Edeka eine drastische Preiserhöhung für ihre Produkte in Höhe von mehreren Millionen Euro. Diese Forderung sei nicht durch tatsächliche Kostensteigerungen in der Produktion gedeckt. „Im Sinne unserer Kundinnen und Kunden können wir diese überzogene Preisforderung daher so nicht akzeptieren“, sagt Gernot Kasel, Pressesprecher im Edeka-Presseteam.
Mehrere Produkte wurden bereits ausgelistet, bei anderen hat Edeka bereits die Bestellmengen reduziert. Ziel ist, den Druck in den Preisverhandlungen zu erhöhen. Bestehende Vorräte sollen zunächst abverkauft werden, leere Regale erwartet Edeka daher nicht. Darüber hinaus gibt Edeka Entwarnung: „Wir haben noch genügend Ware auf Lager. Die Kundinnen und Kunden werden die genannten Marken weiterhin in unseren Märkten finden“, heißt es aus der Konzernzentrale.
Diese Biermarken sind betroffen
Zum Konzern AB InBev gehören weltweit über 80 Marken. In Deutschland betroffen sind bekannte Namen wie Beck's, Diebels, Franziskaner, Haake-Beck, Corona, Hasseröder, Löwenbräu, Spatenbräu, Leffe, San Miguel und Hoegaarden.
Edeka hofft auf Einigung
Ob und wann die betroffenen Marken zurückkehren, ist offen. Edeka betont, dass man weiter auf eine Einigung setze. Bis dahin hofft Edeka, dass Verbraucherinnen und Verbraucher zu anderen Marken sowie zu den Eigenmarken wechseln. „Wir stehen aber weiterhin in Gesprächen mit dem Lieferanten und streben eine Einigung zu vertretbaren Preisen an“, so Kasel weiter.
Hinweis zur Transparenz: In einer früheren Version hieß es, dass Edeka über 80 Biermarken aus dem Sortiment nimmt. Diese Angabe haben wir korrigiert.
