Trump-Proteste in den USA
: Auswärtiges Amt warnt – was Reisende wissen müssen

Anlässlich der Proteste in amerikanischen Großstädten ändert das Auswärtige Amt die Reise- und Sicherheitshinweise für die USA. Was Reisende jetzt wissen müssen.
Von
Nicole Züge
Berlin
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Protests Erupt In L.A. County Sparked By Federal Immigration Raids: LOS ANGELES, CALIFORNIA - JUNE 12: California Highway Patrol (CHP) officers stand guard as demonstrations continue after a series of immigration raids began last Friday on June 12, 2025 in Los Angeles, California. Tensions in the city remain high after the Trump administration called in the National Guard and the Marines against the wishes of city leaders.   Mario Tama/Getty Images/AFP (Photo by MARIO TAMA / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Die Proteste in Kalifornien haben das Auswärtige Amt dazu bewogen, die Reise- und Sicherheitshinweise für die USA zu ändern. Was Reisende wissen müssen.

MARIO TAMA/AFP

In Los Angeles demonstrieren Tausende seit Tagen gegen Trumps Migrationspolitik und Abschiebungen. Auch in der amerikanischen Metropole Seattle kam es am Donnerstag (12. Juni 2025) zu Protesten. Trump reagierte mit der Entsendung der Nationalgarde, was die Konflikte weiter anheizte. Nun reagiert auch das Auswärtige Amt auf die Unruhen und ändert seine Reise- und Sicherheitshinweise für die USA.

Worauf Reisende jetzt achten müssen, was die aktuelle Sicherheitsinformation des Auswärtigen Amtes für Urlaubsreisen und Trips nach Amerika, zum Beispiel zum FIFA Club World Cup 2025, heißen und ob es sich um eine Reisewarnung handelt.

Was steht in den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes?

Am Donnerstag (12. Juni) reagierte das Auswärtige Amt auf die aktuellen Proteste in amerikanischen Metropolen und ändert die bestehenden Reisehinweise für die Vereinigten Staaten. In den Änderungen weist das Amt Reisende auf die aktuellen Proteste in den USA hin. Aufgrund der Demonstrationen käme es „in Los Angeles und weiteren Städten vereinzelt zu Straßensperrungen und Verkehrsumleitungen seitens der Polizei. Derzeit ist nicht absehbar, wie lange diese Einschränkungen anhalten werden.“ Darüber hinaus habe die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, eine nächtliche Ausgangssperre für den Innenstadtbereich (Downtown LA) erlassen.

Nächtliche Ausgangssperre in Los Angeles

Die nächtliche Ausgangssperre gilt aktuell zwischen 20 Uhr am Abend und 6 Uhr am Morgen und beginnt am 12. Juni, heißt es auf der offiziellen Webseite von Los Angeles.
Alles Wichtige zur Ausgangssperre im Überblick:

  • Wann: Zwischen 20:00 Uhr bis 6:00 Uhr – gilt fortlaufend, bis die Ausgangssperre aufgehoben wird.
  • Gesperrte Gebiete in Los Angeles: Gebiet zwischen den Freeways 5, 10 und 110 bis zur Kreuzung von 110 und 5.
  • Wer: Alle müssen sich an die Ausgangssperre halten. Ausnahmen gelten nur für Polizei, Rettungs- und medizinisches Personal, Anwohner, Berufspendler und akkreditierte Medienvertreter.

Das rät das Auswärtige Amt allen USA-Touristen

Das Auswärtige Amt rät dazu, sich in den Medien zur aktuellen Lage und möglichen Einschränkungen zu informieren, Demonstrationen und größere Menschenansammlungen zu meiden und grundsätzlich in deren Umfeld vorsichtig zu sein. Reisende sollen den Anweisungen der Sicherheitskräfte folgen.

Können USA-Reisende ihre geplanten Reisen stornieren?

Ein Sicherheits- oder Reisehinweis gilt nicht als Reisewarnung, die in manchen Fällen laut Reiserecht-Experten einen Anhaltspunkt liefern kann, dass eine geplante Pauschalreise kostenfrei stornierbar sein könnte.

Wer in den kommenden Tagen in die Gebiete reisen möchte, die aktuell von den Demonstrationen betroffen sind, sollte die Lage dennoch in den Medien verfolgen und im Zweifel auch Kontakt zum Reiseunternehmen aufnehmen. Oft melden sich Reiseveranstalter in Katastrophenfällen oder anderen, akut gefährlichen Situationen zudem selbst bei den Reisenden. Auf keinen Fall sollten Reisen einfach so storniert werden, denn dann bleibt man im Zweifel auf den Kosten sitzen. Individualreisende, die ihre USA Reise nicht über einen Veranstalter, sondern selbstständig gebucht haben, hätten im Fall der Fälle überhaupt kein Anrecht auf Stornierung.

Neue Entwicklungen: Einsatz der Nationalgarde ist rechtswidrig

Wenige Tage nach der Entsendung der Nationalgarde in Kalifornien durch die US-Regierung um Präsident Donald Trump hat ein Bundesrichter den Schritt für rechtswidrig erklärt, meldet die Deutsche Presseagentur am Morgen des 13. Juni. Richter Charles Breyer vom Bezirksgericht in San Francisco kam damit einem Eilantrag des US-Westküstenstaates nach. Trump habe seine Befugnis überschritten und müsse die Kontrolle über die Nationalgarde an die kalifornische Regierung zurückgeben, hieß es in der Begründung. Die einstweilige Verfügung soll am Freitagmittag (13. Juni, Ortszeit) in Kraft treten. Die US-Regierung hat bereits angekündigt, Berufung gegen den Richterspruch einzulegen. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom sprach von einem großen Tag für die Demokratie.