Reise und Urlaub
: Mit dem Elektroauto auf die Fähre – hier sind E-Autos verboten

Mit dem Elektroauto auf die Fähre: Das ist möglich, aber es gibt Auflagen. Auf einigen Fähren sind E-Autos sogar teilweise oder ganz verboten. Welche Routen das betrifft und was Sie beachten müssen.
Von
Doreen Matschuk
Berlin
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Spaziergänger sitzen bei sonnigem Wetter am Ostseestrand von Warnemünde während im Hintergrund das Fährschiffs „Skane“ der Reederei StenaLine auf der Ostsee Richtung Schweden fährt. Sonnig und mit milden Temperaturen über zehn Grad zeigt sich der letzte Februartag in Norddeutschland von seiner besten Seite.

Mit dem Elektroauto auf die Fähre: Bei vielen Anbietern gibt es Auflagen, einige verbieten E-Autos sogar teilweise oder ganz. Wo sie nicht mit dem Elektroauto auf das Schiff dürfen. (Symbolbild)

Jens Büttner

Mit dem Elektroauto auf Reisen: Sie gelten als sicher – doch auf hoher See gelten andere Regeln. Immer mehr Fährgesellschaften verschärfen ihre Vorschriften für E-Fahrzeuge. Während viele Reedereien lediglich das Laden an Bord verbieten oder bestimmte Sicherheitsmaßnahmen vorschreiben, gehen zwei Länder sogar so weit und verbieten E-Autos auf ihren Fähren.

Reisen mit dem Elektroauto: Strenge Sicherheitsvorschriften auf Fähren

Die meisten europäischen Fähren lassen Elektrofahrzeuge weiterhin an Bord. Große Anbieter wie Stena Line (Schweden), DFDS (Dänemark/Großbritannien), Fjord Line (Norwegen) oder P&O Ferries (Großbritannien) betonen auf ihren Webseiten, dass E-Autos willkommen sind. Allerdings gelten oft besondere Vorschriften:

Das Laden an Bord ist auf vielen Fähren untersagt, um das Risiko von Batteriebränden zu minimieren. Viele Anbieter schreiben auch vor, auf welchem Batteriestand sich das Auto befinden muss, bevor es auf die Fähre darf. Dazu sollte sich jeder Reisende vorab bei der jeweiligen Fährgesellschaft informieren.

Griechenland: Strikte Obergrenze für Akku-Ladestand

In Griechenland trat am 16. April 2024 eine neue Vorschrift in Kraft, die den Transport von E-Autos stark einschränkt: Fahrzeuge dürfen nur mit maximal 40 % Akkuladestand auf eine Fähre verladen werden – sowohl auf Inlandsstrecken (z. B. nach Kreta) als auch auf internationalen Routen zwischen Italien und Griechenland. Auch Gasfahrzeuge (LPG/CNG) unterliegen Beschränkungen – ihr Tank darf nur zu 50 % gefüllt sein.

Norwegen: E-Autos auf Havila-Kystruten komplett verboten

Eine der schärfsten Regelungen in Europa betrifft die norwegische Havila Kystruten (Norwegen). Seit Januar 2023 verbietet die Reederei den Transport von Elektroautos, Plug-in-Hybriden und Wasserstofffahrzeugen auf ihren Küstenfähren. Das betrifft die komplette und bei Reisenden sehr beliebte Strecke Bergen – Kirkenes. Grund dafür ist laut Unternehmen die Brandgefahr durch Hochvoltbatterien in geschlossenen Laderäumen.

Andere norwegische Anbieter wie Fjord Line (Norwegen) oder Norled (Norwegen) erlauben E-Fahrzeuge weiterhin.

Nur zwei Verbote – aber viele Vorschriften

Derzeit existieren in Europa nur zwei echte Einschränkungen für Elektroautos auf Fähren. In allen anderen Ländern bleibt die Mitfahrt erlaubt, allerdings gelten teils bestimmte Sicherheitsvorgaben und Ladeverbote an Bord. Wer mit dem E-Auto auf eine Fähre möchte, sollte sich vorab unbedingt bei der jeweiligen Reederei und Fährgesellschaft über geltende Bestimmungen informieren.