Reisen in die USA
: Auswärtiges Amt warnt gleich doppelt vor Reisen in die Vereinigten Staaten

Gleich aus mehreren Gründen wird aktuell vor Reisen in die USA gewarnt. Das Auswärtige Amt hat jetzt seine Sicherheitshinweise nochmal aktualisiert.
Von
Daniel Steiger
Berlin
Jetzt in der App anhören
Winterwetter in den USA - New York: 29.01.2026, USA, New York: Der Bürgermeister von New York City, Zohran Mamdani, steht vor einem Schneehaufen, während er beim Besuch der Schneeschmelze des Department of Sanitation ein Video aufnimmt. Foto: Yuki Iwamura/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Foto vom 29. Januar 2026: Der Bürgermeister von New York City, Zohran Mamdani, steht vor einem Schneehaufen, während er beim Besuch der Schneeschmelze des Department of Sanitation ein Video aufnimmt.

Yuki Iwamura/AP/dpa

Reisende in die USA sollten sich aktuell ganz genau überlegen, in welche Region sie fliegen wollen. Das Auswärtige Amt in Deutschland warnt aktuell gleich doppelt vor Reisen in die USA.

Reisewarnung 1: Heftiger Wintersturm in den USA

In weiten Teilen der USA hat in den vergangenen Tagen ein heftiger Wintersturm zu starkem Schneefall, Eisregen, extremen Temperaturen, Stromausfällen und erheblichen Einschränkungen der Infrastruktur geführt. Zehntausende Flüge wurden gestrichen. In zahlreichen Bundesstaaten gilt der Notstand. Das Auswärtige Amt warnt deshalb: Es kann regional zu temporären Versorgungsengpässen kommen. Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung war zeitweise von dem Wintersturm betroffen. Die Zahl der Toten liegt bei mehr als 30. Zeitweise waren über Hunderttausende Haushalte ohne Strom. Die extreme Wetterlage in den USA wird ausgelöst durch eine Verformung des Polarwirbels, dadurch gelangt kalte Luft von der Arktis nach Süden.

Reisewarnung 2: Gewalttätige Proteste in einigen US-Städten

Die zweite Warnung wurde ausgesprochen wegen der teils gewalttätigen Proteste in einigen US-Städten. In Minneapolis und in anderen Städten kommt es aktuell laut Auswärtigem Amt bei Demonstrationen teils zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den Migrations- und Sicherheitsbehörden. Auslöser der Unruhen waren die tödlichen Schüsse auf einen Krankenpflger. Der 37-jährige Alex Pretti war am Samstag am Rande einer Abschiebe-Razzia in Minneapolis erschossen worden. Das US-Heimatschutzministerium sprach zunächst von „Abwehrschüssen“ der Einsatzkräfte. Videoaufnahmen zeigen den bereits überwältigten Pretti jedoch am Boden und lassen erhebliche Zweifel an dieser Darstellung aufkommen. Pretti trug den Videoaufnahmen zufolge ein Handy und hatte zwar offenbar eine Pistole bei sich, die er jedoch nicht in der Hand hatte und die die Bundesbediensteten ihm bereits abgenommen hatten, als sie das Feuer eröffneten.

Das Vorgehen der Einsatzkräfte in Minneapolis, die dort bereits am 7. Januar die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good erschossen hatten, löste landesweit Empörung und in einigen Städten Proteste aus.