RKI Zahlen Corona: Aktuelle News zu Neuinfektionen in Deutschland - So sind die Fallzahlen heute

Am Sonntag hat das RKI die neuen Fallzahlen der Corona-Pandemie für Deutschland bekanntgegeben.
Screenshot; Quelle: RKIZahlen steigen, Zahlen fallen - in Deutschland, Europa und der Welt ändert sich die Lage der Corona-Pandemie täglich. Das RKI, das Robert-Koch-Institut, veröffentlicht jeden Tag die aktuellen Fallzahlen der Neuinfektionen in Deutschland und zeichnet die Entwicklung der Zahlen für Infizierte, Tote und Genesene nach. So ist der Stand der Coronavirus-Pandemie in Deutschland nach Angaben des RKI heute.
RKI-Zahlen für Deutschland: So hoch liegen die Corona-Neuinfektionen aktuell
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI am Sonntag, 20. September, 1345Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Am Freitag waren 1916 Neuinfektionen gemeldet worden, am Samstag 2297 neue Fälle.
An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.
- Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 271.415 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand 20.9., 0.00 Uhr). Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 272.932 Infizierte.
- Tote: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9386. Das sind zwei mehr als noch am Vortag. Die JHU zählte 9388 Tote.
- Genesene: Bis Sonntagmorgen hatten etwa 240.700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.
Am Samstag höchster Wert an Neuinfektionen seit April
Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. „Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht von Samstag.
Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war sei dem Frühjahr zunächst tendenziell gesunken, seit Ende Juli aber ist sie wieder angestiegen. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen dürfte auch davon abhängig sein, wieviele Menschen getestet werden.
Anmerkung: Das RKI weist nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern aus und aktualisiert diese einmal am Tag.
RKI-Zahlen zu Corona: Der aktuelle R-Wert für Deutschland
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Samstag bei 1,27 (Vortag: 1,16). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,24 (Vortag: 1,21). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.
RKI-Dashboard: So entwickeln sich die Zahlen in Bundesländern und Landkreisen
Wer sich jenseits der Deutschland-Zahlen für die Entwicklung der Corona-Pandemie in seinem Bundesland - etwa Bayern oder Baden-Württemberg - oder seinem Landkreis - beispielsweise ist in der Doppelstadt Ulm und Neu-Ulm oder in Schwäbisch Hall nach einer Feier die Situation deutlich verschärft - informieren möchte, kann das im Dashboard des RKI tun.

Die Corona-Zahlen für die Landkreise und Bundesländer weist das RKI ebenfalls in seinem Dashbaord aus.
Screenshot; Quelle: RKIVirologe Drosten warnt: Corona-Lage in Deutschland könnte sich zuspitzen
Mit Blick auf die verschärfte Corona-Lage in manchen anderen europäischen Ländern hat der Virologe Christian Drosten vor einer ähnlichen Entwicklung hierzulande gewarnt. Angesichts der derzeit in Deutschland gemeldeten Neuinfektionen müsse man sich klarmachen, „dass wir, wenn wir die Kurven übereinanderlegen, etwas hinterherhinken hinter Spanien und Frankreich und England“, sagte der Leiter der Charité-Virologie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er betonte, „dass wir uns aber auch nicht vormachen sollten, dass sich das bei uns alles ganz anders entwickelt. Wir machen auch jetzt nicht sehr viele Sachen sehr anders“.

Virologe Christian Drosten warnt vor einer Zuspitzung der Corona-Situation in Deutschland.
Michael KappelerWHO: „Alarmierender“ Anstieg der Corona-Infektionen in Europa
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa als „alarmierend„ bezeichnet. Die Entwicklung müsse ein „Alarmsignal für uns alle“ sein, sagte WHO-Europadirektor Hans Kluge am Donnerstag in Kopenhagen. Mehrere europäische Länder verschärften im Kampf gegen eine zweite Welle ihre Maßnahmen. Im Nordosten Englands gelten ab Freitag strikte Ausgehregeln, in Österreich werden private Treffen wieder stark eingeschränkt. Auch Frankreich verschärft die Corona-Maßnahmen, da die Zahl der täglichen Neuinfizierten mit dem Coronavirus weiter ansteigt.
