RKI Zahlen Corona: Neuinfektionen in Deutschland - News zu den aktuellen Coronavirus-Fallzahlen am 24.09.2020

Am Donnerstag hat das RKI die neuen Zahlen der Corona-Neuinfektionen in Deutschland bekanntgegeben. Der Wert liegt wieder über der Schwelle von 2000.
Screenshot; Quelle: RKINeuinfektionen, Infizierte, Tote und Genesene: Die Zahlen ändern sich in der Corona-Krise jeden Tag - in Deutschland, Europa und der Welt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) und die US-amerikanische Johns-Hopkins-University (JHU) veröffentlichen jeden Tag die neuen Zahlen.
- Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland steigt in der Tendenz seit Juli wieder - egal ob in NRW, BW oder Bayern, überall im Land gibt es Hotspots
- Was bedeuten die steigenden Fallzahlen mit Blick auf den Herbst?
- Hier lesen Sie die aktuellen Corona-Zahlen des RKI vom Donnerstag, 24.09.2020.
RKI-Zahlen für Deutschland: Der aktuelle Stand der Corona-Neuinfektionen
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI am Donnerstag 2143 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit liegt der Wert erneut deutlich über der Schwelle von 2000 neuen Infektionen binnen 24 Stunden. Zum Vergleich: Am Mittwoch waren es 1769 gewesen.
Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 278.070 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand Donnerstag, 24.09.2020, 0 Uhr). Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 279.025 Infizierte.
Tote: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9428. Das sind 19 mehr als am Vortag. Die JHU meldet weiterhin 9423 Tote.
Genesene: Bis Sonntagmorgen hatten etwa 246.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.
Anmerkung: Das RKI weist nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern aus und aktualisiert diese einmal am Tag.
RKI-Zahlen zu Corona: Der aktuelle R-Wert für Deutschland
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Montag bei 0,79 (Vortag: 0,92). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Vortag: 0,99). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.
Zuletzt fiel ein größerer Anteil Corona-Tests positiv aus. Die sogenannte Positivenquote lag in Kalenderwoche 38 bei 1,19 Prozent (Vorwoche: 0,86), wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Lagebericht von Mittwochabend schrieb. Das ist der höchste Wert seit mehr als zehn Wochen. Insgesamt wurden laut RKI in Kalenderwoche 38 rund 1,086 Millionen Tests (Vorwoche rund 1,121 Millionen) in Deutschland gemacht. Etwa 12.900 Tests waren positiv, in der Vorwoche waren es mit rund 9700 noch deutlich weniger.
RKI-Dashboard: So entwickeln sich die Zahlen in Bundesländern und Landkreisen
Wer sich jenseits der Deutschland-Zahlen für die Entwicklung der Corona-Pandemie in seinem Bundesland - etwa Bayern oder Baden-Württemberg oder seinem Landkreis informieren möchte - kann das im Dashboard des RKI tun.

In seinem Dashboard weist das RKI Corona-Zahlen für Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg sowie die darunter liegenden Landkreise aus.
Screenshot; Quelle: RKITrotz steigender Corona-Zahlen glaubt Lauterbach nicht an zweiten Lockdown in Deutschland
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält trotz steigender Corona-Zahlen in Deutschland einen Lockdown wie zu Beginn der Pandemie für unwahrscheinlich. „Die Wahrscheinlichkeit, noch einmal so einen Lockdown wie vor ein paar Monaten zu erleben, halte ich für gleich null“, sagte er dem Nachrichtenportal watson.de (Donnerstag). Die Bevölkerung werde größtenteils freiwillig tun, was notwendig sei, um einen weiteren Lockdown zu vermeiden. „Da bin ich absolut sicher.“
Die breite Bevölkerung sei zu sehr alarmiert und sensibilisiert für das Thema, sagte Lauterbach. „Sie hat begriffen, wie gefährlich Covid-19 sein kann, welche Langzeitschäden nach der Krankheit drohen, und dementsprechend werden die Menschen bereit sein, zeitnah Maßnahmen zu ergreifen, um das Schlimmste zu verhindern.“
Lauterbach hatte sich am MIttwoch aufgrund der Corona-Pandemie für eine bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ausgesprochen. „Es wäre dringend notwendig, auf öffentlichen Plätzen die Maskenpflicht einzuführen, wo Menschen Sicherheitsabstände nicht einhalten können“, sagte Lauterbach der „Rhein-Neckar-Zeitung“. Das laute Sprechen in Gruppen erhöhe das Infektionsrisiko auch im Freien. „Die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen sollte kommen, nicht nur in München.“
Corona in Bayern: Zahlen im Kreis Dingolfing-Landau gehen wieder in die Höhe
Im Landkreis Dingolfing-Landau gibt es erneut einen Anstieg an Corona-Infektionen. Aktuell habe der Landkreis 71 laufende Corona-Fälle, teilte das Landratsamt am Mittwochabend mit. „Wir bleiben nach der aktuellen Statistik des RKI zwar knapp unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50, sind aber der Flächenlandkreis mit den höchsten Werten in ganz Bayern„, sagte Landrat Werner Bumeder. Das Landesamt für Gesundheit (LGL) hatte am Vormittag noch den Wert 45 gemeldet.
Nachdem alle positiv getesteten Menschen und deren Kontaktpersonen über die Quarantänemaßnahmen informiert worden seien, und damit gewährleistet werden könne, dass betroffene Kinder nicht zur Schule gingen, nahm das Landratsamt die Vorsichtsmaßnahmen für Grundschulen und Kitas mit sofortiger Wirkung zurück. Wegen der gestiegenen Infektionszahlen galt in dem niederbayerischen Landkreis seit Mittwoch Maskenpflichtan sämtlichen Schulen. Landrat Bumeder appellierte dennoch an die Bevölkerung, Hygiene- und Schutzmaßnahmen einzuhalten und Kontakte auf ein notwendiges Maß zu reduzieren.
Ein Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof und in einer Konservenfabrik in der Gemeinde Mamming mit rund 250 Corona-Infektionen bei Erntehelfern hatte den Landkreis Dingolfing-Landau im Sommer zum bundesweiten Corona-Hotspot gemacht.
Corona-Zahlen: Map der Johns-Hopkins-University zeigt Entwicklung weltweit
Die Corona-Krise ist eine globale Pandemie. Die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen in der Welt, ist in der Map, einer Weltkarte der Corona-Infektionen, der Johns-Hopkins-University, einsehbar. Die JHU hat ihren Sitz im US-Bundesstaat Maryland.
Corona Hotspots: Diese Kreise und Städte in NRW und Bayern überschreiten den Grenzwert
Nach Angaben den RKI-Dashboard überschritten am Donnerstag eine Stadt in Nordrhein-Westfalen und ein Kreis in Bayern die bundesweit geltenden Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner über sieben Tage. In Hamm in NRW liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 88,2. Auch der Landkreis Dingolfing-Landau überschreitet mit einer 7-Tage-Inzidenz von 58,2 die kritische Marke. Zahlreiche Städte und Kreise wie Cloppenburg, München oder Würzburg hatten den Grenzwert gesprengt, liegen aber am Donnerstag (Stand 24.09, 0:00 Uhr) unter dem Grenzwert.



