Rodeln und Ski fahren in Brandenburg: Neun Tipps – hier läuft sogar der Lift an

Die Skianlage an den Diehloer Bergen bei Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) soll in Betrieb genommen werden. (Symbolbild)
Bernd Thissen/dpa- Skigebiet Diehloer Berge: Liftbetrieb am Wochenende, Haupthang 220m lang, Höhengefälle 35m.
- Höllengrund: Lange Rodelbahnen nahe Wildau, höchste Erhebung 67m.
- Hartmannsdorfer Alpen: Beliebtes Rodlerziel in Lübben, Parkplatz am Kletterwald.
- Feuerwehr-Berg: Steile Rodelpiste in Senzig, Parkplätze entlang der Hauptstraße.
- Marienberg: Rodelbahn in Striesow bei Cottbus, erreichbar mit Buslinie 44.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Winterferien sind zwar vorbei. Dennoch dürfte die Freude über den kaum noch erwarteten Schnee in Berlin und Brandenburg bei vielen Familien groß sein – zumindest, wenn es darum geht, auf Schlitten- oder Skiausflug zu gehen. Doch wohin am besten im (meist) flachen Land? Hier kommen 9 Tipps fürs Rodeln und um Ski zu fahren:
Tipp 1: Das Skigebiet Diehloer Berge bei Eisenhüttenstadt
Das Skigebiet Diehloer Berge bei Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) stellt sich für das Wochenende auf reichlich Besucher ein. Der Tellerlift werde am Samstag (15.2.) zwischen 11.00 und 16.00 Uhr laufen, sagte der Vereinsvorsitzende Jens Beige. Sonntag werde man „situationsbedingt“ entscheiden. Er rechne mit ordentlich „Bambule“, betonte Beige. Insbesondere Ski-Begeisterte aus dem 120 Kilometer entfernten Berlin seien häufig zu Gast.
Nach Beiges Aussage sind die Diehloer Berge eines der nördlichsten Skigebiete Deutschlands. Der Haupthang ist etwa 220 Meter lang, das Höhengefälle beträgt etwa 35 Meter. „Wer dort runterkommt, kann überall fahren“, so Beige. Am Hang wird es laut Beige ein kleines Catering geben. Skier müssen selbst mitgebracht werden. Neben dem Skihang gibt es einen Rodelberg für Schlittenbesitzer.
Tipp 2: Höllengrund zwischen Wildau und Zeuthen
Nomen est omen - im Höllengrund zwischen Wildau und Zeuthen (Dahme-Spreewald) geht in Sachen Rodeln die Post ab. Es gibt auch eine „Todesbahn“, aber keine Angst, so schlimm ist es bei Weitem nicht. Die vielen Hügel in dem weitläufigen Wandergebiet am südöstlichen Stadtrand von Berlin bieten teils beeindruckend lange Abfahrten für Rodlerinnen und Rodler jeden Alters. Der Pulverberg ist mit 67 Metern über null die höchste Erhebung in dem Areal. Praktisch: Der Höllengrund ist nur einen Steinwurf vom A10 Center in Wildau entfernt. Man kann also shoppen und rodeln miteinander verbinden.
Tipp 3: Die Hartmannsdorfer Alpen in Lübben
Der „Hausberg“ von Lübben (Dahme-Spreewald) trägt einen berühmten Namen: Hartmannsdorfer Alpen. Die kleine Erhebung im Norden der Spreewald-Stadt ist zwar nicht ganz so hoch wie ihr Namensvetter, aber dennoch bei entsprechenden Schneeverhältnissen ein beliebtes Ziel für kleine und große Rodelfans. Auf dem Parkplatz am nahegelegenen Kletterwald können die Schlitten auf vier Rädern abgestellt werden. Empfehlenswert ist jedoch auch der idyllische Fußmarsch zu den Hartmannsdorfer Alpen, der teilweise entlang der Spree führt.
Tipp 4: Der Feuerwehr-Berg in Senzig
Viele Schlitten hat der Feuerwehr-Berg in Senzig, einem Ortsteil von Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald), schon auf dem Gewissen. Doch seit Jahrzehnten wirkt die hügelige – und steile – Piste an der Hauptstraße wie ein Magnet für Groß und Klein, sobald die ersten Flocken fallen.
Wer sich traut, läuft nach ganz oben, zum Waldrand: Auf der Mittelspur warten die meisten Schlaglöcher, die für den größten Spaß, aber auch die größten Schäden sorgen. Parkplätze sind entlang der Hauptstraße allerdings rar. Wer nichts gegen einen kurzen Fußmarsch hat, parkt am besten auf dem Dorfplatz nahe der Schule oder an der Kita Pumuckl.
Tipp 5: Der Marienberg in Striesow bei Cottbus
Ein Treffpunkt für Kinder und Jugendliche im Raum Cottbus ist der Marienberg in Striesow. Einfach einmal durchs Dorf durchfahren in Richtung Briesen und rechts abbiegen. Wintersport-Freunde kommen sogar mit dem Bus her aus Richtung Cottbus, mit der Linie 44 (bis Striesow, Abzweig Marienberg). Mitten im Wald gelegen, bietet die langgestreckte Rodelbahn viel Spaß für alle, die ihren Schlitten schnell finden. Ein Parkplatz ist in der Nähe, gleich hinterm Jugendclub des Dorfes.
Tipp 6: Der Spitze Berg in Jänschwalde
Die Jänschwalder haben gleich ihren eigenen Hausberg, den „Śpicna“ , den Spitzen Berg. Einfach durch den Ortsteil Kolonie durchfahren in Richtung Jänschwalde/Ost (Spree-Neiße), das Auto am Straßenrand abstellen und in den Kiefernwald laufen. Der Klassiker ist die große Rodelbahn, ein Spaß für vielen Kinder. Die Schneewittchenbahn bietet eine sanfte Abfahrt, vom Nutzen der „Todesstrecke“ ist eher abzuraten - die Bäume stehen hier einfach zu dicht.
Tipp 7: Die Grödener Berge im Süden von Brandenburg
Die Zeiten der großen Wintersportaktivitäten rund um den Heideberg, Brandenburgs höchster Erhebung mit 201,40 Metern, sind zwar vorbei, Ski- und Rodelabfahrten gibt es dennoch. Diese können auf eigene Gefahr genutzt werden. Zwischen Hirschfeld und Gröden (Elbe-Elster) hatte es bis vor etwa 15 Jahren am steilen und mehr als 200 Meter langen Skihang sogar einen Lift gegeben. Daneben befindet sich eine ebenso lange Rodelbahn. Weitere Abfahrtstrecken für Schlitten liegen, vorbei am Sportplatz, unweit des Alten Schachts in Gröden.
Tipp 8: Der Große Müggelberg in Berlin
Was ist die höchste natürliche Erhebung in Berlin? Klar, der Große Müggelberg mit seinen 115 Metern. Und wo kann man in der Bundeshauptstadt am besten rodeln? Selbstverständlich in den Müggelbergen am südöstlichen Stadtrand kurz vor Brandenburg. Bei Schnee vermittelt der bewaldete Hügelzug Besuchern ein Gefühl wie im Thüringer Wald: ein schier endloses Auf und Ab zwischen Nadelbäumen, mit vielen, teils ziemlich steilen Pisten. Nicht umsonst sind die Müggelberge ohne Schnee ein Paradies für Mountainbike-Fans.
Tipp 9: Die Püttberge in Berlin-Rahnsdorf
Es muss in Berlin aber nicht der Große Müggelberg sein. Ganz in der Nähe von Schöneiche, Woltersdorf und Erkner (Oder-Spree) am Stadtrand von Berlin gibt es in Berlin-Rahnsdorf die Püttberge. Zum Rodeln mit Schlitten reichen sie allemal. Allerdings ist es kein Geheimtipp und schnell entsprechend voll an den wenigen Hängen.

