Rolls-Royce baut aus: Luftfahrt-Investment in Dahlewitz bringt Schub für Brandenburg

Mehr Jobs, mehr Hightech: Damit rechnet Brandenburg beim Rolls-Royce-Ausbau. Hier zu sehen ist ein Mitarbeiter, der in der Halle für große Triebwerke im Rolls-Royce Werk Dahlewitz (Brandenburg) ein Triebwerk inspiziert.
Christophe Gateau/dpaRolls-Royce plant einen massiven Ausbau seines Werkes für Triebwerke in Dahlewitz (Brandenburg) südlich von Berlin. Der Standort könnte dadurch zu einem der bedeutendsten Technologie- und Wartungszentren der europäischen Luftfahrt werden.
Brandenburg im Aufwind: Rolls-Royce setzt auf Dahlewitz als Schlüsselstandort
Das Unternehmen Rolls-Royce investiert aktuell rund 35 Millionen Euro in den Ausbau des Werks in Dahlewitz. Geplant ist eine neue Halle für Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) sowie Fertigung von Triebwerken für Geschäftsflugzeuge. Außerdem soll der Servicebereich für Großtriebwerke wie das Trent-1000-Motorsystem deutlich wachsen. Derzeit prüft Rolls-Royce die Entwicklung und womöglich sogar die Produktion einer neuen Triebwerksgeneration direkt in Dahlewitz.
Der Standort Dahlewitz beschäftigt derzeit rund 2.500 Mitarbeitende. Mit dem Ausbau sollen etwa 100 neue Stellen hinzukommen – vor allem im technischen Bereich. In früheren Ankündigungen sprach Rolls-Royce sogar von Hunderten neuer Arbeitsplätze, wenn künftige Triebwerke vor Ort gefertigt werden. Mit dem Ausbau entstehen qualifizierte Jobs, vor allem in Bereichen wie Luftfahrttechnik, Forschung und Entwicklung, Service und Wartung sowie Fertigung und Montage. Dahlewitz gehört schon heute zu den größten Rolls-Royce-Standorten weltweit und wird mit dem Ausbau noch wichtiger.
Kürzlich wurde das 9000. Triebwerk aus Dahlewitz ausgeliefert. Das berichtete die Landesregierung auf seiner Webseite. Die Auslieferung des 9000. Triebwerks war ein beeindruckender Meilenstein nach 30 Jahren Montage in Brandenburg. Der britische Botschafter war bei der Übergabe zu Gast, was die internationale Bedeutung des Standorts unterstreicht.
Brandenburgs Strategie: Ein Industrie-Leuchtturm
Die Landesregierung unter Ministerpräsident Dietmar Woidke unterstützt das Vorhaben nachdrücklich. In einer Absichtserklärung wurde die Zusammenarbeit festgeschrieben. Brandenburg sieht in Dahlewitz einen „Technologie-Leuchtturm“: hohe Fachkompetenz, Forschungsnähe, attraktive Flächen sind die perfekten Voraussetzungen für die Luftfahrtindustrie. Für die Region bedeutet das nicht nur wirtschaftliches Wachstum, sondern auch langfristige Stabilität als Standort für Hightech-Industrie.
Der Ausbau des Rolls-Royce-Werks in Dahlewitz zeigt, dass europäische Luftfahrtkompetenz nicht nur in Metropolen, sondern auch in strukturschwächeren Regionen wachsen kann. Rolls-Royce sichert sich durch den Ausbau von Wartungskapazitäten und die Entwicklung neuer Triebwerke strategischen Zugang zu künftigen Märkten, und zwar privat, kommerziell und sogar militärisch.
Der Ausbau des Rolls-Royce-Werks in Dahlewitz ist mehr als nur eine regionale Investition. Er symbolisiert Brandenburgs Aufbruch als Luftfahrt-Standort, schafft Jobs, stärkt Technologiekompetenz und setzt ein klares Signal für die wirtschaftliche Zukunft der Region. Strahlkraft.

