Rosa von Praunheim
: Woran ist der Regisseur gestorben?

Rosa von Praunheim ist tot. Der Regisseur und Schwulenaktivist ist im Alter von 83 Jahren überraschend verstorben. Jetzt wird die Frage nach der Todesursache laut.
Von
Daniela Westermayer
Berlin
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Rosa von Praunheim ist im Alter von 83 Jahren verstorben.

Rosa von Praunheim ist im Alter von 83 Jahren verstorben.

picture alliance/dpa | Christophe Gateau

Traurige Nachricht aus Berlin: Rosa von Praunheim ist tot. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, ist der Regisseur, Autor und Schwulenaktivist am heutigen Mittwoch in Berlin verstorben.

Sein Tod kommt völlig überraschend. Erst am 12. Dezember 2025 hatte der 83-Jährige seinen langjährigen Lebensgefährten Oliver Sechting geheiratet. Da fragen sich natürlich viele, woran Holger Radtke, wie sein bürgerlicher Name war, gestorben ist.

Was ist zur Todesursache bekannt?

Vor wenigen Tagen verkündete Rosa von Praunstein selbst über Instagram, dass er seinem Partner das Jawort gegeben habe. Jetzt ist er tot, wie der „Stern“ zuerst berichtete. Doch zur Todesursache gibt es bislang keine Informationen.

Auch dazu, ob der Regisseur an einer Krankheit gelitten hat, ist nichts bekannt.

Rosa von Praunheim heiratete langjährigen Partner

Der Schock und die Trauer sind groß. Am 12. Dezember 2025 heiratete Rosa von Praunheim seinen langjährigen Lebensgefährten, wie er und Oliver Sechting auf ihren Instagram-Profilen bekanntgaben. Sie teilten ein Foto ihrer Hände, auf dem sie beide jeweils einen türkisfarbenen Frosch-Ring trugen.

Die Zeremonie fand im Rathaus Schmargendorf in Berlin statt, wie das Paar der Deutschen Presse-Agentur verriet. „Wir haben im Kreis enger Freunde und Weggefährten geheiratet, nachdem ich ihm im September einen Heiratsantrag gemacht hatte“, erklärte von Praunheim.

Erst gestern postete der 83-Jährige ein weiteres Bild von der Feier, mit dem er sich für die zahlreichen Glückwünsche bedankte.

Rosa von Praunheims Leben und Karriere

Rosa von Praunheim, geboren als Holger Radtke am 25. November 1942 in Riga, galt als einer der einflussreichsten Wegbereiter der modernen queeren und Schwulenbewegung in Deutschland.

Mit über 150 Filmwerken prägte er das Queer Cinema und brachte mit seiner 1971 erschienenen Dokumentation „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ erstmals Homosexualität öffentlichkeitswirksam ins Gespräch. Als Aktivist setzte er sich zeitlebens für LGBTQ+-Rechte und AIDS-Aufklärung ein.

Zuletzt veröffentlichte er den Film-Essay „Satanische Sau“, in dem er sich mit seinem eigenen Tod auseinandersetzte.

Rosa von Praunheim hinterlässt seinen Ehemann Oliver Sechting, mit dem er seit 2008 liiert war.