Schneesturm im Anmarsch
: Wie heftig wird das Sturmtief Brandenburg treffen?

Ein Sturmtief erreicht Deutschland: Kräftiger Schneefall, Schneeverwehungen und strenger Frost werden erwartet. Wie hart wird es Brandenburg treffen?
Von
Doreen Matschuk
Potsdam
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Ein Auto und ein LKW fahren im dichten Schneetreiben über die Bundesstraße 317 nahe Feldberg. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden vor allem die Hochlagen des Landes von weiteren Schneefällen betroffen sein. Am Hochrhein und im Allgäu wird teils starker Schneefall zwischen 15 und 25, in Staulagen des Südschwarzwaldes bis 30 Zentimeter Neuschnee erwartet - hier gilt deswegen eine amtliche Unwetterwarnung. Verbreitet sei Glätte auf den Straßen zu erwarten, im Norden örtlich durch Überfrieren. +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Auto und ein LKW fahren im dichten Schneetreiben über eine Bundesstraße. Wie heftig wird der Schneesturm Brandenburg treffen?

Philipp von Ditfurth/dpa

Der Winter hat Brandenburg fest im Griff. Jetzt soll auch noch ein Wintersturm namens „Elli“ kommen. Kräftiger Schneefall und Glätte sind vorhergesagt. Wie heftig wird es Brandenburg treffen?

Schneesturm in Brandenburg: Wie heftig wird es?

Unter anhaltendem Tiefdruckeinfluss liegt weiterhin polare Meeresluft über Berlin und Brandenburg. Dadurch bleibt es durchgehend winterlich mit Dauerfrost. Am Freitag (09.01.) trifft das Sturmtief Elli auf Deutschland und es soll verbreitet zu Glätte und Schneeverwehungen kommen. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) herrscht Unwettergefahr. Wie doll es Brandenburg trifft und worauf Sie sich jetzt einstellen sollten.

Donnerstag (08.01.) – ruhiger Wintertag vor dem Schneesturm

Der Donnerstag (08.01.) beginnt stark bewölkt, im Westen mit leichtem Schneefall und 1 bis 3 Zentimeter Neuschnee. In Ostbrandenburg zeigt sich bis zum Mittag noch zeitweise die Sonne. Die Temperaturen bleiben im Dauerfrostbereich, die Höchstwerte liegen zwischen -6 und -2 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost.

In der Nacht zum Freitag bleibt es meist stark bewölkt, zunächst fällt nur stellenweise etwas Schnee oder Schneegriesel. In den Frühstunden setzt zwischen dem Elbe-Elster-Kreis und dem Fläming neuer Schneefall ein. Die Tiefstwerte liegen zwischen -3 und -9 Grad. Der Südost- bis Ostwind frischt auf, gegen Morgen treten erste Windböen auf.

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Am Freitag (09.01.) bringt Sturmtief Schnee, Wind und Verwehungen

Am Freitag (09.01.) greift von Südwesten her kräftiger Schneefall auf die Region über und breitet sich im Tagesverlauf bis in die nördlichen Landesteile aus. Dabei fallen verbreitet 3 bis 8 Zentimeter Neuschnee, örtlich bis 15 Zentimeter.

Der Ostwind weht mäßig bis frisch mit Böen um 60 Kilometer pro Stunde (Bft 7), wodurch Schneeverwehungen wahrscheinlich sind. Der DWD spricht von Unwettergefahr. Im Bereich des Elbe-Elster-Kreises ist ab Freitagmittag kurzzeitig gefrierender Regen nicht ausgeschlossen, am Abend geht dieser wieder in Schneefall über. Die Höchstwerte liegen zwischen -6 Grad in der Uckermark und -1 Grad in der Elbe-Elster-Niederung.

In der Nacht zum Samstag (10.01.) bleibt es wolkenreich mit weiterem Schneefall, begleitet von Windböen und Schneeverwehungen. Die Temperaturen sinken auf -5 bis -9 Grad. Der Ostwind bleibt mäßig bis frisch.

Samstag (10.01.) – Abklingender Schnee, aber eisig bis zu -14 Grad

Der Samstag (10.01.) startet bedeckt mit leichtem Schneefall. Im Tagesverlauf ziehen die Niederschläge langsam nach Süden ab und schwächen sich ab, von Norden her lockert es etwas auf. Es herrscht weiterhin Dauerfrost mit Höchstwerten zwischen -7 und -4 Grad. Der Wind weht mäßig, teils frisch aus Nordost bis Ost, gegen Abend teils auf Nord drehend.

In der Nacht zum Sonntag ist es teils klar, teils wolkig, nur vereinzelt fallen kurze Schneeschauer. Vielerorts tritt strenger Frost mit Tiefstwerten zwischen -9 und -14 Grad auf. Der Wind ist meist schwach.

Ruhiger Wintertag am Sonntag (11.01.)

Am Sonntag (11.01.) beruhigt sich die Wetterlage wieder etwas. Es bleibt wolkig, gebietsweise sonnig und meist trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen -6 und -3 Grad.

Das Sturmtief „Elli“ wird Brandenburg zwar treffen und seine Spuren hinterlassen, jedoch soll es nicht so extrem werden, wie im Norden von Deutschland, wo teilweise bis zu 110 Kilometer pro Stunde Windgeschwindigkeiten erwartet werden. Die Schneemenge wird jedoch verhältnismäßig viel sein für unsere Region und die Gefahrenlage dementsprechend hoch auf den Straßen. Wer nicht raus muss, sollte lieber zu Hause bleiben am Freitag.