Schwerin
: Wann droht der nächste Streik beim NVS?

Sollten in der nächsten Verhandlungsrunde keine Einigung gefunden werden, könnte es in Schwerin zu unbefristeten Streiks kommen. Wann würden diese stattfinden?
Von
David Hahn
Schwerin
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Warnstreiks im Nahverkehr: 20.02.2025, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Mitarbeiter des Nahverkehr Schwerin treffen sich zu einem Warnstreik der Gewerkschaft Verdi im Straßenbahndepot. Für die Dauer des Streiks entfallen laut sämtliche Fahrten auf allen Bus- und Straßenbahnlinien. Bis 21.02.2025 werden die Nahverkehrsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern bestreikt und Busse und Bahnen fahren nicht. Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mitarbeiter des Nahverkehrs Schwerin treffen sich zu einem Warnstreik der Gewerkschaft Verdi im Straßenbahndepot. Schon bald könnten die nächsten Streiks in Mecklenburg-Vorpommern den Nahverkehr lahmlegen.

Jens Büttner/dpa

Nach fünf Werktagen in Folge gingen die ÖPNV-Warnstreiks in der Nacht zum 20.03.2025 zu Ende. Neben Schwerin waren unter anderem auch Rostock, Wismar, Stralsund und Rügen betroffen. Scheitern die nächsten Verhandlungen, drohen in Mecklenburg-Vorpommern sogar unbefristete Streiks. Wann könnten diese stattfinden? Der aktuelle Stand laut Verdi und der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am 24.03.2025 im Überblick.

Schwerin: Verdi droht mit unbefristetem Streik

Im Tarifstreit im öffentlichen Personennahverkehr haben Gewerkschaft und Arbeitgeber laut der dpa grundsätzlich Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Nachdem Verdi die Verhandlungen für MV am 6. März für gescheitert erklärt hatte, wird es nächste Woche eine fünfte Verhandlungsrunde geben und so ein unbefristeter Streik zumindest vorerst abgewendet. Diese findet am 28. März statt. Andernfalls wären unbefristete Streiks bereits ab nächster Woche möglich gewesen. Vorausgegangen war eine Urabstimmung unter den Verdi-Mitgliedern der 2.800 Beschäftigten. Dabei stimmten über 94 Prozent für einen unbefristeten Streik.

ÖPNV: Wann findet der nächste Streik statt?

Im Februar und März hatten landesweit an zehn Warnstreiktagen in vielen Regionen Busse und Straßenbahnen still gestanden. Wann genau der nächste Streik stattfindet, lässt sich aktuell nicht genau vorhersagen. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde verzichtet Verdi auf weitere Warnstreiks. Falls diese jedoch scheitert, müssen Fahrgäste ab dem 30. März mit weiteren Streiks in Mecklenburg-Vorpommern und Schwerin rechnen.

Hintergrund der aktuellen Tarifverhandlungen

Die Gewerkschaft verlangt eine Erhöhung der Löhne um 430 Euro monatlich und eine jährliche Sonderzahlung von 500 Euro. Das bedeute für die kommunalen Nahverkehrsunternehmen jährlich eine Mehrbelastung von 17,5 Millionen Euro, rechneten die Arbeitgeber vor. Das sei schlicht nicht leistbar, so die KAV, die auf die zurückliegenden Tariferhöhungen hinwies. Der Verband wirft der Gewerkschaft vor, für ihre Forderungen die Fahrgäste in „Geiselhaft“ zu nehmen.