Scott Adams ist tot
: Er erfand die Dilbert-Comics

Der Comiczeichner und Dilbert-Erfinder Scott Adams ist tot. Seine Ex-Frau veröffentlichte unter Tränen seinen Abschiedsbrief auf Youtube.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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„Dilbert“-Cartoon-Zeichner Scott Adams gestorben

Scott Adams, der Erfinder von „Dilbert“ ist gestorben.

Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

Seine Dilbert-Comics brachten vor allem in den 90ern Millionen Menschen auf der ganzen Welt zum Lachen. Darin brachte ein Typ mit kurzärmeligem Hemd, Schlips und Brille die Absurditäten des Büroalltags zur Sprache. Jetzt ist Dilbert-Erfinder Scott Adams gestorben.

Todesursache - Woran ist Scott Adams gestorben?

Scott Adams ist im Alter von 68 Jahren in den USA gestorben. Das teilte seine Ex-Frau Shelly Miles am Dienstag auf Youtube mit. Sie verlas in dem Video einen Abschiedsbrief des Zeichners an seine Fans. „Ich hatte ein unglaubliches Leben“, heißt es darin. „Mein Körper ist vor meinem Geist gegangen.“ Der Comiczeichner litt an Prostatakrebs und wurde zuletzt in einem Hospiz behandelt.

Scott Adams - Vom Comiczeichner zum Rassisten

„Dilbert“ erschien erstmals 1989 und handelt von einem Ingenieur, der unter den Arbeitsbedingungen in einem Hightech-Unternehmen leidet. Auf dem Höhepunkt von Adams' Karriere erschien der Comic über die Absurditäten des Büroalltags in mehr als 2000 Zeitungen in aller Welt. Der Zeichner veröffentlichte zudem das Buch „Das Dilbert-Prinzip“. Adams verarbeitete darin satirisch die These, dass die unfähigsten Mitarbeiter auf Chefpositionen befördert werden.

Ab 2023 beendeten die „Washington Post“ und zahlreiche weitere Zeitungen die Zusammenarbeit mit dem „Dilbert“-Autor. Grund war ein Podcast-Video, in dem er Schwarze als „Hassgruppe“ verunglimpfte und Weißen riet: „Haltet euch verdammt noch mal von Schwarzen fern.“ Adams kommentierte damit die Umfrage eines rechtsgerichteten Instituts, wonach nur 53 Prozent der Schwarzen der Aussage „Es ist ok, weiß zu sein“ zustimmten.

Später bezeichnete Adams seine Äußerungen als bewusste Überzeichnung und warf US-Medien vor, ihn wegen seiner Meinung „gecancelt“ zu haben. Unterstützung erhielt der Zeichner unter anderem von Tech-Milliardär Elon Musk, der US-Medien „Rassismus“ gegen den weißen Comicautor vorwarf.

Donald Trump: „Er war ein fantastischer Typ“

US-Präsident Donald Trump würdigte Adams nach dessen Tod als „großartigen Influencer“ und veröffentlichte ein älteres Foto, das die beiden gemeinsam im Weißen Haus zeigt. Trump schrieb dazu: „Er war ein fantastischer Typ, der mich gemocht und respektiert hat, als es noch nicht Mode war.“ Vor der Präsidentschaftswahl 2016 hatte sich Adams öffentlich für Trump stark gemacht.