SD-Fernsehen endet am 18. November 2025
: Was Brandenburger jetzt wissen sollten

Ab 18. November 2025 endet SD-Fernsehen in Brandenburg und deutschlandweit. Welche Sender betroffen sind, wer handeln muss und wie man jetzt umstellt.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Frankfurt (Oder)
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ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Frau sitzt am 27.09.2016 vor einem Fernseher und hält eine Fernbedienung in der Hand (gestellte Szene). In der Nacht zum 29. März 2017 wird das Signal von DVB-T auf den neuen Standard DVB-T2 HD umgestellt. (zu dpa «Pk des Hessischen Rundfunks zur Einführung des neuen TV-Standards DVB-T2 HD» vom 06.03.2017) Foto: Monika Skolimowska/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Abschaltung von SD-Fernsehen: Wer jetzt handeln muss. ZDF & Co. senden bald nur noch in HD.

Monika Skolimowska/dpa

Das klassische Fernsehen in Standardauflösung (SD) hat endgültig ausgedient. Am 18. November 2025 stellen mehrere öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland ihre SD-Übertragung via Satellit und Kabel vollständig ein. Ab dann senden ZDF, ZDFneo, ZDFinfo, 3sat und KiKA ausschließlich in HD-Qualität. Laut ZDF ist der Anteil der reinen SD-Haushalte inzwischen minimal. Die parallele Verbreitung in zwei Qualitätsstufen kostet viel Geld und Bandbreite, beides soll künftig für moderne Dienste genutzt werden. „Die Zukunft ist hochauflösend und das ist nur der nächste Schritt in der Digitalisierung unseres Fernsehens“, heißt es in der offiziellen Mitteilung des ZDF.

Wer von der Abschaltung von SD-Fernsehen betroffen ist

Vor allem Haushalte, die noch ältere Satelliten- oder Kabel-Receiver verwenden, die ausschließlich SD-Signale verarbeiten können. Auch Geräte ohne HD-Tuner (DVB-S2 / DVB-C2) werden ab dem Stichtag kein Bild mehr zeigen, wenn sie keine Umrüstung erhalten. Kabelkunden (zum Beispiel bei Vodafone oder PŸUR) müssen ebenfalls prüfen, ob ihr Gerät HD-fähig ist. Viele Netzbetreiber ziehen aber zeitgleich nach. Die gute Nachricht: Wer in den letzten zehn Jahren ein neues Fernsehgerät gekauft hat, empfängt in der Regel, oft ohne es zu wissen, längst HD.

So prüfen Brandenburger, ob sie betroffen sind

Um zu prüfen, ob man betroffen ist, sollte man den Sender testen. Dazu wechselt man auf den ZDF-HD-Kanal. Wenn dieser funktioniert und „HD“ im Sendernamen steht, ist man bereits vorbereitet. Auf dem Fernseher oder Receiver sollte ein Logo wie „HD ready“, „Full HD“ oder „DVB-S2“ zu sehen sein. Wenn das fehlt, oder das Gerät vor 2012 gebaut ist, sollten man ein Upgrade planen. Nach dem 18. November lohnt sich ein automatischer Suchlauf, um alle HD-Kanäle korrekt zu empfangen.

Was Betroffene nun tun können: Schritt für Schritt

Betroffene sollten sich einen HD-Receiver anschaffen. Moderne Satelliten-Receiver kosten oft unter 40 Euro und Kabelgeräte je nach Anbieter ab 50 Euro. Außer dem sollte man einen HD-fähigen Fernseher nutzen. Falls das Gerät zu alt ist, lohnt sich eine Neuanschaffung. Das lohnt sich auch wegen der Energieeffizienz und Smart-TV-Funktionen. Zusätzlich sollte man den Vermieter oder die Hausverwaltung informieren. In Gebäuden mit Gemeinschaftsantenne sollte die Hausverwaltung über die Umstellung Bescheid wissen. Zum Abschluss muss das Streaming geprüft werden. Wer nur über Mediatheken schaut, ist nicht betroffen, aber ältere Smart-TVs brauchen wahrscheinlich ein Software-Update.

Warum diese Umstellung zu HD wichtig ist

Die Umstellung von SD auf HD ist wichtig, weil die Kosten und Energie verringert. Das parallele Senden von SD und HD verbraucht doppelte Kapazität und Energie. Dazu kommt eine bessere Bildqualität. HD-Signale bieten bis zu fünfmal mehr Details, klarere Farben und saubere Schrift. Die frei werdenden Frequenzen werden für 4K-Übertragungen, IP-Streaming oder Breitbandnetze genutzt. ZDF-Technikchef Peter Fieseler erklärte gegenüber Digital Fernsehen: „Die SD-Abschaltung ist kein Nachteil, sondern ein Upgrade für Bildqualität und Netz-Infrastruktur.“

Was kostet die HD-Umstellung?

In den meisten Fällen kostet die Umstellung nichts. Die öffentlich-rechtlichen Sender bleiben frei empfangbar, auch in HD. Nur sehr alte Geräte müssen ersetzt oder nachgerüstet werden, was mit Kosten verbunden ist.

Was ab dem 18. November passiert, wenn man nicht umstellt

Wer weiter den SD-Empfang nutzt und am 18. November 2025 nicht umgestellt hat, sieht auf ZDF, 3sat, KiKA & Co. nur noch ein schwarzes Bild oder eine Fehlermeldung. Andere Sender, die bereits auf HD umgestellt haben, wie beispielsweise ARD oder ORF, zeigen, dass diese Umstellungen dauerhaft sind und es kein Zurück zu SD geben wird.

Jetzt prüfen, bevor der Fernseher schwarz wird

Wer seinen Fernseher oder Receiver rechtzeitig prüft, ist auf der sicheren Seite. Die Umstellung auf HD bringt mehr Qualität und ist oft kostenlos. Am besten führt man gleich einen Sendersuchlauf durch. Wenn ZDF HD läuft, kann man sich entspannt zurücklehnen.