So süß war der Osten
: Wer diese DDR-Süßigkeiten noch kennt, ist ein Ossi

Süße Ostalgie: Diese DDR-Süßigkeiten wecken Erinnerungen an früher. Man kann sie sogar heute noch kaufen!
Von
Lisa Klopp-Jaber
Berlin
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ARCHIV - Ein kleines Kind in einem Kinderwagen futtert am 21.05.1964 Schokolade. Mund und Hände sind bereits völlig von der schmelzenden Leckerei verschmiert. Die Babyboomer-Jahrgänge der 60er Jahre haben sich nach Einschätzung des Historikers Nolte nicht zu einer richtigen Generation vergleichbar mit den 68ern entwickelt. Die 64er waren der geburtenstärkste Jahrgang in der deutschen Geschichte. dpa (nur s/w, zu dpa «Historiker Nolte: Babyboomer sind keine richtige Generation" vom 17.12.2013) +++ dpa-Bildfunk +++

Wer sich an diese Süßigkeiten aus der eigenen Kindheit erinnert, ist definitiv im Osten groß geworden.

picture alliance/dpa

An welche DDR-Süßigkeiten könnt ihr euch erinnern? Wir haben einige Ossi-Leckereien, die man auch heute noch kaufen und genießen kann, zusammengestellt, um euch in Kindheitserinnerungen aus dem Osten schwelgen zu lassen.

Mehr nostalgische Beiträge rund um die DDR gibt es unter Ostalgie.

Berggold: Geleebanane

Die richtigen Ossis unter uns wissen: Der Osten schmeckt nach Geleebananen! Das Schokoladenwerk Berggold GmbH produziert bereits seit 1876 Pralinen und andere Süßwaren.

Russisch Brot

Heike Quendt überwacht am Mittwoch (15.09.2010) die Herstellung von Russisch Brot beim Dresdner Backwarenhersteller Dr. Quendt KG. Seit 134 Jahren läuft hier die Produktion der Spezialität. Jährlich verlassen sechs Millionen Tüten mit Russisch Brot den Produktionsstandort Dresden. Foto: Matthias Hiekel dpa/lsn ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Russisch Brot von Dr Quendt.

Hendrik Schmidt/dpa

Nichts schmeckt nach DDR so sehr wie das Russisch Brot. Das ist ein trockenes Gebäck in Buchstabenform aus Kakao-Eiweiß-Teig mit viel Karamell und ohne Fett. Das Buchstaben-Gebäck kommt ursprünglich aus Russland und wurde von Ferdinand Wilhelm Hanke im Jahr 1845 nach Dresden gebracht. Auch heute gibt es noch Dr. Quendts Russisch Brot. Aus Hannover kommt das „Leibnitz-ABC“, das es seit 1904 gibt.

Zetti: Bambina Schokolade

Wenn man ehemalige DDR-Bürger fragt, welche Süßigkeit aus der DDR es heute noch gibt, dann kommt meistens die Antwort: Bambina-Schokolade von Zetti. Das ist die perfekte Kombination aus Vollmilchschokolade, Haselnusssplitter und Butterkaramell. Mittlerweile gibt es verschiedene Varianten der bekannten DDR-Schokolade, zum Beispiel mit Zartbitterschokolade.

Nudossi Schokoaufstrich

Eine Mitarbeiterin sortiert am Freitag (08.04.2011) in Berlin am Alexanderplatz im Laden "Ostpaket" Becher mit dem Brotaufstrich "Nudossi" ins Regal. Das Geschäft bietet bekannte Waren aus der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und Nostalgieartikel an. Foto: Tobias Kleinschmidt dpa/lbn ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Nudossi Schoko-Aufstrich.

Tobias Kleinschmidt/dpa

Die Nuss-Nougat-Creme des Ostens, Nudossi, war die Antwort der DDR auf den Nutella-Hype im Westen. Der Schokoaufstrich wurde ab 1970 im sächsischen Radebeul und später in Dresden hergestellt. Ein Becher mit 200 Gramm Nudossi kostete in der DDR circa 3 Mark.

Argenta Brocken-Splitter

Auch die Brocken-Splitter von Argenta gibt es heute noch zu kaufen und versetzen uns in die guten alten Zeiten zurück. Diese DDR-Süßigkeit besteht aus knusprigem Haselnusskrokant und Schokolade. In der DDR wurden die Brocken-Splitter in Wernigerode hergestellt. Seit der Wende wird der Süßigkeiten-Klassiker von damals in Weißenfels produziert.

Zetti Knusperflocken

In der Firma Goldeck Süßwaren GmbH Zeitz verpackt die Mitarbeiterin Monika Seidemann am Mittwoch (19.02.2005) die aus Knäckebrot und Vollmilchschokolade hergestellten Knusperflocken. Die seit 1992 bestehende Firma, die ihre Erzeugnisse unter dem bekannten Handelsnamen "Zetti" auf den Markt bringt, ist bei allen großen Handelsketten Deutschlands gelistet. In seiner Strategie zielt das Unternehmen auf Bekanntheit im gesamten Bundesgebiet und über die Grenzen Deutschlands hinaus ab. Die Firma im Süden von Sachsen-Anhalt mit 110 Beschäftigten im Drei-Schicht-Betrieb erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 20 Millionen Euro. Nach Angaben des Unternehmens exportiert es seine Produkte bereits nach Österreich, Russland, Schweden und den USA. Zur Internationalen Süßwarenmesse ISM in Köln (30.01.-02.02.2005) stellt das Unternehmen neue Produkte vor. Foto: Peter Endig/lah +++ dpa-Bildfunk +++

Zetti Knusperflocken.

Peter Endig/dpa

Jeder „richtige“ Ossi kennt die Knusperflocken von Zetti. Wahre Liebhaber schwören auch heute noch auf die Knäckebrot-Schokoladen-Mischung. Seit den 1970ern stellte Zetti die beliebten DDR-Knusperflocken her. Doch Zetti wurde nicht erst in der DDR gegründet. Die Geschichte geht auf 1821 zurück, als Wilhelm Felsche in Leipzig die „Konditoreiwarenhandlung“ gründete. In der DDR wurde Felsche 1953/1955 verstaatlicht. Aus Felsche wurde der VEB Süßwarenfabrik Goldeck.

Katzenzungen

Katzenzungen kennen wir doch alle aus unserer Kindheit, oder? Das DDR-Unternehmen Rotstern stellte die beliebten Schoko-Katzenzungen her. Heute sind es Sarotti, Hachez, Halloren und Viba, die Katzenzungen produzieren. Schmecken tun sie wie früher und lassen uns in Erinnerungen schwelgen.

Halloren Kugeln

ARCHIV - Schachteln mit Halloren-Kugeln stehen am 10.04.2013 im Betriebsverkauf der Halloren Schokoladenfabrik AG in Halle (Saale, Sachsen-Anhalt). Die Halloren Schokoladenfabrik AG gibt die Jahreszahlen 2013 bekannt. Foto: Hendrik Schmidt/dpa (zu lah vom 08.04.2014) +++ dpa-Bildfunk +++

Halloren-Kugeln.

Hendrik Schmidt/dpa

Ein absoluter Klassiker unter den DDR-Süßigkeiten: Halloren-Kugeln. Diese Ossi-Leckerei wird auch heute noch von der ältesten noch aktiven Schokoladenfabrik in Deutschland hergestellt. Seit 1804 gibt es sie in Halle (Saale). Die „Original Halloren-Kugeln“ sind seit 1952 ihr bekanntestes Produkt und auch heutzutage noch sehr beliebt.

Viba Nougat

Im Thüringer Süßwarenunternehmen Viba Sweets GmbH in Floh-Seligenthal präsentiert Marketingassistentin Claudia Czerjàk am Donnerstag (18.07.2002) das Nougat Classic Sortiment in einer neuen Verpackung. Für die Gestaltung und die Funktionalität der Verpackung erhielt das Unternehmen am Donnerstag den OPPack Award, den die Firma ExxonMobil monatlich vergibt. Viba Sweets beschäftigt rund 70 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von etwa sieben Millionen Euro. dpa/lth +++ dpa-Bildfunk +++

Viba Nougat.

Martin Schutt/dpa

Was wäre Ostalgie ohne Viba Nougat? Das DDR-Nougat wird heute in Floh-Seligenthal im Landkreis Schmalkalden-Meiningen (Thüringen) hergestellt. Die Viba sweets GmbH geht auf 1893 zurück, als Willi Viebahn mit seiner Schwester Anna Reim ein Kaffeehaus in Schmalkalden eröffnete.

Zetti: Schlagersüsstafel

Christian Hoge präsentiert am 26.08.2013 in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) einige Tafeln Schlager Süßtafel. Hoge will am 30.08.2013 ein Lagerverkauf für Ostprodukte eröffnen. Foto: Stefan Sauer/dpa (zu «»Schleichende Erosion« - Ostprodukten sterben die Kunden weg» vom 28.08.2013) ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Zetti: Schlagersüsstafel.

Stefan Sauer/dpa

Für die Ossis, die in der DDR aufgewachsen sind, ist die Schlagersüsstafel Kindheitserinnerung pur. Heute ist die Schlagersüsstafel von Zetti kakaohaltiger als früher. Aufgrund des Rohstoffmangels hatte die Schlagersüsstafel in der DDR nur 7 Prozent Kakao und galt eher als Schokoladenersatzprodukt. Der Riegel mit Erdnüssen, Schokolade und ganz viel Zucker schmeckt heute trotzdem noch genauso gut.

Viba Mintkissen

Viba war in der DDR nicht nur für Nougat bekannt, sondern auch für seine Mintkissen. Nach der Wende erhielt der Betrieb seinen alten Namen „Viebahn Süßwaren“ zurück und wurde 1992 durch Verkauf privatisiert. 1996 wurde er dann in Viba Süßwaren GmbH umbenannt und zog nach Floh-Seligenthal um. Die Mintkissen sind auch heute noch erhältlich und begeistern ihre Fans.

Wikana: Othello Kekse

Eine Mitarbeiterin der Firma Wikana in Wittenberg überwacht am Dienstag (25.07.2006) den Backprozess von Othello-Keksen. Die Wikana Keks und Nahrungsmittel GmbH feierte in diesem Jahr ihr 100. Firmenjubiläum. Seit 1906 werden am Standort in der Lutherstadt Schokoladen und Kekse produziert. Nach der Wende stand der Betrieb vor dem Aus und wurde durch die Mitarbeiter übernommen. Aus damals 12 Mitarbeitern und 7 Produkten sind innerhalb von 14 Jahren 70 Angestellte geworden, die in zwei Schichten über 50 Produkte herstellen. Darunter der Klassiker Othello (25 Prozent der Gesamtproduktion) und bekannte Kekse wie Hansa-Keks oder Butterkekse. Neu im Programm sind 12 Bio-Kekssorten, unter anderem mit Dinkel- und Vollkornkeksen. Foto: Jan Woitas dpa/lah +++ dpa-Bildfunk +++

Wikana: Othello Kekse.

Jan Woitas/dpa

Wikana war die zweitgrößte Keksfabrik in der DDR. Nach der Wende verlor der Betrieb den größten Teil seines Absatzmarktes und stand vor der Schließung. 1992 wurde Wikana mit zunächst 20 ehemaligen Mitarbeitern wieder neu aufgebaut. Auch heute stellen sie die beliebten Othello Kekse aus der DDR her, die uns in Erinnerungen schwelgen lassen.

Pfeffi Bonbons

Die Pfeffi Bonbons entstanden 1953 in Magdeburg, nach dem die DDR-Regierung einen „genussvollen Massenbedarfsartikel“ in Auftrag gegeben hatte. In den sechziger Jahren zog die Produktion nach Markkleeberg in den Bonbon-Spezialbetrieb Konsü. Nach der Wende wurden die Pfeffi Bonbons nicht mehr hergestellt. Im Jahr 2000 wirkten der ehemalige Pfeffi-Betriebsdirektor Wilfried Opitz und das bayerische Familienunternehmen PIT zusammen, um die DDR-Bonbons wiederzubeleben.

Diese Liste stell keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist nicht nach Beliebtheit sortiert.