Spargel: So gesund ist er wirklich

Wie gesund das edle Gemüse wirklich ist.
Friso Gentsch/dpaDie Spargelsaison läuft auf Hochtouren. Egal, ob weißer, violetter oder grüner Spargel – die Rezepte und Varianten sind endlos. Doch am häufigsten kommt Spargel wohl mit Sause Hollandaise und einem Schnitzel auf den Teller. Das edle Gemüse gilt als sehr gesunde Delikatesse. Warum Spargel so gesund ist, welche Inhaltsstoffe er hat und was sie bewirken.
Ist Spargel wirklich so gesund, wie man sagt?
Spargel besteht zu 93 Prozent aus Wasser, zwei Prozent aus Proteinen, etwa vier Prozent aus Kohlenhydrate und nur zu 0,2 Prozent aus Fett. Ein Kilogramm Spargel hat nur 150 Kalorien. Somit ist das Gemüse perfekt für alle, die auf ihre Kalorienzufuhr achten.
Wirkung von Spargel auf den Körper
Das Kalium im Spargel wirkt blutdrucksenkend und ist wichtig für die Funktion der Nervenreizleitungen, während Kalzium die Zähne und Knochen unterstützt. Der Transport, die Speicherung sowie die Verwertung von Energie im Körper wird durch den Phosphor im Spargel verbessert. Die Asparagusinsäure und der hohe Stickstoffgehalt regen die Nierentätigkeit an und wirken harntreibend. Dadurch muss man nach dem Verzehr von Spargel öfter auf die Toilette und durch das häufige Urinieren werden Stoffwechsel-Endprodukte wie Gift- und Schlackenstoffe vermehrt aus dem Körper gespült. Die Folsäure im Spargel hilft bei der Zellteilung und Blutbildung, was besonders in der Schwangerschaft wichtig ist.
Auch die Vitamine im Spargel tragen ihren Teil dazu bei, dass Spargel als gesund gilt. Vitamin A unterstützt die Sehfähigkeit und hemmt Sauerstoffradikale, während Vitamin E das Nervensystem beeinflusst und gegen Radikale bildende Schwermetalle wirkt. Das Vitamin K schützt den Körper vor Pilzkrankheiten und ist wichtig für das Blut.
Deswegen ist Spargel gesund
Besonders Menschen, die unter Übergewicht und Wassersucht leiden, sollten wegen seiner entwässernden Wirkung Spargel essen. Spargel reinigt das Blut und unterstützt die Nieren- und Leberfunktionen. Außerdem fördert der hohe Gehalt an Ballaststoffen die Verdauung.
Das Bundeszentrum für Ernährung erklärt, dass die sekundären Pflanzenstoffe im Spargel, wie Saponine und die Pflanzenfarbstoffe Anthocyane antioxidativ, antibakteriell und krebshemmend wirken können.
Neben all den gesundheitlichen Vorteilen von Spargel ist der heimische Spargel auch noch viel gesünder als der importierte. Das niedersächsische Landesamt beispielsweise untersucht regelmäßig den Spargel und informiert, dass der heimische Spargel deutlich weniger mit Pestiziden und Düngemittelrückständen belastet ist.
