Spargelpreise 2025
: So stark stiegen die Preise in den letzten Jahren

Wie haben sich die Spargelpreise in den letzten 10 Jahren entwickelt? Wir haben nachgeschaut. So viel teurer ist Spargel geworden.
Von
Nicole Züge
Frankfurt (Oder)
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Spargelsaison-Eröffnung in Thüringen: 23.04.2025, Thüringen, Kutzleben: Arbeiter aus Rumänien stechen Spargel auf einem Feld des Spargelhofes Kutzleben. Thüringen gehört zu den kleinen Spargelanbaugebieten in Deutschland. (Aufnahme mit einer Drohne) Foto: Bodo Schackow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Spargelsaison 2025 ist in Gange. Wir haben nachgeschaut, wie sich die Spargelpreise in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Foto: Ein Spargelfeld wird von Saisonkräften beerntet.

Bodo Schackow/dpa

Spargel ist nicht das günstigste Gemüse auf dem Markt. Die Saison ist kurz und unterliegt vielen Einflüssen. So ist es dann auch jedes Jahr wieder spannend, wo sich die Spargelpreise einpendeln werden. Welche Faktoren beim Preis eine wichtige Rolle spielen und wie sich der Spargelpreis in den letzten 10 Jahren entwickelt hat, lesen Sie hier.

Wie entsteht der Spargelpreis?

Wie bei allen Saisonwaren im Handel unterliegt auch der Spargelpreis verschiedenen Einflüssen. Beim Saisongemüse spielt natürlich das Wetter eine wichtige Rolle. Das beeinflusst wiederum die Angebotsmenge. Aber auch die Nachfrage kann den Spargelpreis maßgeblich mitbestimmen. So hatte zum Beispiel im Jahr 2017 die Spargelsaison bereits sehr früh im April begonnen. Grund waren viele warme und sonnige Tage im Vormonat. Allerdings hatten die Deutschen erst Ende April so richtig Lust auf Spargel. Wie Medienberichten aus dem Jahr zu entnehmen ist, konnten die Spargelbauern damals ihre großen Mengen zu Beginn gar nicht absetzen, was den Preis nach unten trieb. Auch 2018 traf viele Betriebe wieder hart: Eine lange Wärmeperiode ließ vielerorts den Spargel nur so sprießen, das Angebot war viel größer als die Nachfrage. So sank der Preis wochenweise unter die Vorjahreswerte.

Dem Spargelpreis machen auch weitere Phänomene zu schaffen. Im Jahr 2020 fiel der Beginn der Spargelsaison in den ersten Corona-Lockdown. Die Saisonarbeitskräfte konnten teilweise nicht mehr rechtzeitig anreisen, der Preis schoss in die Höhe. Auch Importe aus Peru, Spanien, Griechenland oder Mexiko, die in Supermärkten und Discountern angeboten werden, beeinflussen die Preise.

Spargelpreisentwicklung: Zum Saisonstart immer teuer

Zum Saisonanfang müssen Spargelfans stets ziemlich tief in die Tasche greifen. Für Klasse 1 Qualität werden dann nach Angaben der Deutschen Presseagentur schon mal 18 bis 20 Euro pro Kilogramm fällig. Am Münchener Viktualienmarkt wurden zu Beginn der Saison 2025 Medienberichten zufolge sogar satte 35 Euro pro Kilogramm für den, aus der Region stammenden, Schrobenhausener Spargel aufgerufen. Erfahrungsgemäß sinkt der Spargelpreis im Laufe der Saison zwischen April und 24. Juni aber immer. So war der Spargel laut Statistischem Bundesamt im April 2023 noch rund 35 Prozent teurer als im Mai des gleichen Jahres. 2024 wurde bundesweit mit einem saisonalen Durchschnittspreis von 9,32 Euro pro Kilogramm rund 1 Prozent mehr ausgegeben als im Vorjahr. Für 2025 Jahr erwarten die Produzenten nach Angaben der Deutschen Presseagentur ein ähnliches Preisniveau.

Spargelpreise der letzten Jahre: So haben sie sich entwickelt

So haben sich die Spargelpreise im Durchschnitt in den letzten Jahren entwickelt. Die unten angegebenen Preise beziehen sich auf den bundesweiten Durchschnittskilopreis für weißen Spargel der Handelsklasse 1. Die Zahlen sind nach besten Wissen recherchiert (quellen unten), aber ohne Gewähr.

  • 2015: 6,70 Euro
  • 2016: 7,17 Euro
  • 2017: 6,91 Euro
  • 2018: 6,36 Euro
  • 2019: 7,18 Euro
  • 2022: 8,58 Euro
  • 2024: 9,32 Euro

Wo der Durchschnittspreis 2025 landen wird, zeigt sich in einigen Wochen. Derzeit kostet ein Kilo Beelitzer Spargel der besten Handelsklasse um die 16 Euro. Übrigens: Nicht nur der Kilopreis, auch der Spargelkonsum pro Kopf und Jahr ist gestiegen. Während im Jahr 2015 pro Kopf nur 1,26 kg Spargel gegessen wurden, lag dieser Wert in den Jahren 2023 und 2024 bei 1,4 Kilogramm.

Quellen:  proplanta.dedpa, vsse.de, Statista, Statistisches Bundesamt