Straftaten in Deutschland
: Das sind die gefährlichsten Städte

Was ist dran an den Vorurteilen zu Berlin, Frankfurt und Co.? Die gefährlichsten Städte Deutschlands gibt es hier im Ranking.
Von
David Hahn
Berlin
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Straftaten: ARCHIV - 19.01.2016, Bayern, Aufseß: Der Schatten eines Mannes ist hinter einer gläsernen Wohnungstür zu sehen. (zu dpa: «Bewohnerin überführt Paketdieb in Mehrfamilienhaus») Foto: Nicolas Armer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Was ist die gefährlichste Stadt Deutschlands? Die höchsten Raten an Straftaten pro 100.000 Einwohner gibt es hier in der Übersicht.

Nicolas Armer/dpa
  • 2023 wurden in Deutschland 5.940.667 Straftaten registriert, ein Anstieg von 5,5 % gegenüber 2022.
  • Die gefährlichsten Städte laut PKS sind Frankfurt, Berlin und Bremen, basierend auf Straftaten pro 100.000 Einwohner.
  • Frankfurt führt mit 14.871 Straftaten pro 100.000 Einwohner, gefolgt von Berlin und Bremen.
  • PKS erfasst verschiedene Straftaten, ausgenommen Verkehrsdelikte und Staatsschutzdelikte.
  • Sicherheitswahrnehmungen variieren je nach Stadtteil.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Insgesamt wurden 2023 laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) in Deutschland 5.940.667 polizeilich erfasste Straftaten verübt. Gegenüber dem Vorjahr mit 5.628.584 Straftaten kam es zu einem Zuwachs von rund 5,5 Prozent. Zum Vergleich: Der Anstieg von 2021 auf 2022 betrug 11,5 %. Im Langzeitvergleich erreichten die Zahlen 2023 den höchsten Stand seit 2016. Dabei werden in manchen Städten mehr Straftaten begangen als in anderen. Sei es bei der Wohnortssuche, einer Stadtbesichtigung oder aus reinem Interesse – wer wissen möchte, wo in Deutschland die meisten Straftaten begangen werden, findet hier die Antwort.

Definition „gefährlichste“ Städte

Die Beurteilung der „gefährlichsten“ Städte kann je nach den verwendeten Kriterien variieren, einschließlich Kriminalitätsraten, Verkehrsbedingungen, Umweltfaktoren und anderen Aspekten. In diesem Artikel wird sich für die Bewertung der Sicherheit einer Stadt auf Kriminalitätsstatistiken beschränkt. Dabei wird die Anzahl der registrierten Straftaten pro Einwohner nach Angaben der Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) herangezogen.

Die gefährlichsten Städte Deutschlands: Frankfurt, Berlin, Bremen

Von Frankfurt bis Berlin – manche Städte haben mit dem Stempel zu kämpfen, dass sie als besonders gefährlich gelten. Was ist an diesen Vorurteilen dran? Subjektive Erfahrungen in den jeweiligen Städten spielen eine große Rolle und prägen die Beurteilung, wie sicher eine Stadt ist. Doch welches objektive Bild ergibt sich nach den Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) aus dem Jahr 2023 für die Städte Deutschlands? * Die gefährlichsten Städte Deutschlands laut Allianz gibt es hier im Ranking:

  • 1. Frankfurt am Main, 14.871 Straftaten pro 100.000 Einwohner (2022: 14.363, Platz 1)
  • 2. Berlin, 14.291 Straftaten auf 100.000 Einwohner (2022: 14.135, Platz 2)
  • 3. Bremen, 14.274 Straftaten pro 100.000 Einwohner (2022: 11.753, Platz 5)
  • 4. Hannover, 14.125 Straftaten auf 100.000 Einwohner (2022: 13.074, Platz 3)
  • 5. Magdeburg, 13.507 Straftaten pro 100.000 Einwohner (2022: 11.572, Platz 6)
  • 6. Köln, 12.746 Straftaten auf 100.000 Einwohner. (2022: 11.878, Platz 4)
  • 7. Halle an der Saale, 12.701Straftaten pro 100.000 Einwohner (2022: 11.265, Platz 9)
  • 8. Düsseldorf, 12.617 Straftaten auf 100.000 Einwohner (2022: 11.488, Platz 7)
  • 9. Hamburg, 12.074 Straftaten pro 100.000 (2022: 11.117, Platz 10)
  • 10. Aachen, 12.054 Straftaten pro 100.000 Einwohner, (2022: 11.453, Platz 8)

*Anmerkung: Die Kriminalitätsraten und Wahrnehmungen von Sicherheit können auch je nach Stadtteil innerhalb einer Stadt variieren.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) fungiert als ein statistisches Instrument in Deutschland, das von den Polizeibehörden des Bundes und der Länder geführt wird. Die PKS ist öffentlich zugänglich und wird jährlich veröffentlicht. Sie erfasst eine breite Palette von Straftaten, die von der Polizei registriert werden, darunter Delikte wie Diebstahl, Einbruch, Raub, Körperverletzung, Betrug, Drogenhandel und viele andere. Nicht enthalten sind Staatsschutzdelikte, Verkehrsdelikte, Ordnungswidrigkeiten, Delikte, die nicht zum Aufgabenbereich der Polizei gehören (z. B. Finanz- und Steuerdelikte) und Straftaten, die unmittelbar bei der Staatsanwaltschaft angezeigt werden. Es ist weiterhin wichtig zu beachten, dass die PKS nur die erfassten Straftaten der Polizei abbildet und nicht alle Delikte gemeldet werden.