Warnstreiks im ÖPNV: Wann wird in Dresden wieder gestreikt?

Schon bald könnte in Dresden der Nahverkehr wieder stillstehen.
Sebastian Kahnert/dpaPendler in Dresden müssen sich in dieser Woche konkret auf Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat im Zuge der laufenden Tarifrunde im Nahverkehr Sachsen weitere Warnstreiks angekündigt und inzwischen präzisiert.
Konkrete Streiktermine für Dresden
Für Dresden selbst ist vor allem Donnerstag, 19. März, entscheidend:
An diesem Tag werden die Beschäftigten der Dresdner Verkehrsservicegesellschaft (DVS) ganztägig bestreikt. Betroffen sind vor allem:
- Dresdner Elbfähren
- einzelne Buslinien
Hier kann es zu Fahrtausfällen kommen. Unmittelbar danach folgen weitere Arbeitsniederlegungen in der Region: Vom 20. bis 21. März gibt es einen Streik beim Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE)
Viele Busse im Umland, insbesondere im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, fallen aus.
Wichtige Entwarnung: Vieles fährt trotzdem
Für Fahrgäste in Dresden entscheidend: Große Teile des Nahverkehrs sind nicht betroffen. Nach Angaben der Verkehrsunternehmen verkehren planmäßig:
- Straßenbahnen und Bergbahnen der DVB
- S-Bahnen und Regionalzüge der Deutschen Bahn
- Züge von trilex und Mitteldeutscher Regiobahn
Auch viele Buslinien, die direkt von der DVB oder Subunternehmen betrieben werden, fahren regulär.
Bereits laufende Streiks in der Region
Schon seit Wochenbeginn kommt es in Ostsachsen zu Einschränkungen. Am 17. März sind unter anderem betroffen:
- Regionalbus Oberlausitz (RBO)
- Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda (VGH)
- DB Regio Bus Ost
- Omnibusverkehr Oberlausitz
- Görlitzer Verkehrsbetriebe
Hier kommt es teils zu massiven Ausfällen im Busverkehr. Bereits am 16. März wurden zudem Betriebshöfe in Mittelsachsen und Westsachsen bestreikt.
Hintergrund: Tarifverhandlungen festgefahren
Die Warnstreiks stehen im Zusammenhang mit den Tarifverhandlungen für mehrere Verkehrsunternehmen der sogenannten AVN-Gruppe Sachsen.
Die dritte Verhandlungsrunde Anfang März blieb ohne Ergebnis. Nach Angaben von ver.di waren die Arbeitgeber nicht bereit, auf Basis eines verbesserten Angebots weiterzuverhandeln.
Mit den Arbeitsniederlegungen soll nun der Druck erhöht werden, um eine Einigung zu erzwingen.
