Streik in Hamburg
: HVV und Hochbahn betroffen - Wann es zu Ausfällen im ÖPNV kommt

Der Nahverkehr in Hamburg wird diese Woche erneut bestreikt. Auf welche Einschränkungen müssen sich Fahrgäste einstellen?
Von
David Hahn
Hamburg
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Warnstreik Nahverkehr - Hamburg: 27.02.2026, Hamburg: Ein Schild mit der Aufschrift „Warnstreik: Kein U-Bahn-Betrieb. Starke Beeinträchtigungen im Berufsverkehr.“ Hängt im U-Bahnhof Billstedt. Seit dem Morgen sind bei der Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) die Bus- und U-Bahnfahrer zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Daniel Bockwoldt +++ dpa-Bildfunk +++

Diese Woche bestreikt ver.di erneut Teile des Nahverkehrs in Hamburg.

Daniel Bockwoldt/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat einen neuen Warnstreik bei den Verkehrsbetrieben der Hochbahn angekündigt, wodurch zahlreiche Verbindungen ausfallen können. Was ist zu dem Warnstreik aktuell bekannt?

Streik in Hamburg bei HVV und Hochbahn

Am Donnerstag, dem 19. März 2026, ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Hamburger Hochbahn AG zu einem Warnstreik auf. Betroffen sind der Bus- und U-Bahn-Verkehr in Hamburg. Fahrgäste müssen in diesem Zeitraum mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

Züge der Deutschen Bahn, wie S-Bahnen, Regionalbahnen (RB) und Regionalexpress (RE) sind nicht von den aktuellen Streiks betroffen und fahren diese Woche wie gewohnt.

Streik in Hamburg 2026 aktuell: Warum wird erneut gestreikt?

Der aktuelle Warnstreik findet im Rahmen der bundesweiten Tarifrunde statt, in der laut Verdi die Arbeitsbedingungen für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 Unternehmen in allen Bundesländern verhandelt werden. Zugleich geht es in Bayern, Brandenburg, Thüringen, dem Saarland und bei der Hamburger Hochbahn auch um die Löhne und Gehälter der Beschäftigten.

Einschränkungen im März bei U2 und U4

Wegen Modernisierungsarbeiten im Projekt U-Bahn100 kommt es laut der Hochbahn vom 20. bis 29. März zu Einschränkungen auf den Hamburger U-Bahn-Linien U2 und U4. Dabei wird die technische Steuerung der Züge erneuert und umfangreich getestet. Am Wochenende 20. bis 22. März ist die U2 zwischen Hagenbecks Tierpark und Berliner Tor gesperrt, die U4 zwischen Elbbrücken und Berliner Tor. Zwischen Berliner Tor und Mümmelmannsberg verkehren alle Züge als U2. Die Hochbahn informiert:

„Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird im U2-Teilabbschnitt zwischen Hagenbecks Tierpark und Schlump eingerichtet. Zwischen Schlump und Berliner Tor verkehrt zudem die U3. Für viele Fahrziele stehen alternativ die Metro-Buslinien 3, 4 und 5 sowie die S-Bahn zur Verfügung. Zwischen Jungfernstieg und Elbbrücken übernimmt die verlängerte Buslinie 4 den Ersatzverkehr. Zusätzlich pendelt am Samstag, den 21. März, von 9.30 bis 20.30 Uhr alle 15 Minuten eine U-Bahn zwischen Jungfernstieg und Überseequartier.“

Von 23. bis 29. März bleibt die U4 zwischen Jungfernstieg und Elbbrücken gesperrt. In dieser Zeit fahren alle Züge zwischen Jungfernstieg und Mümmelmannsberg durchgehend als U2, während Fahrgäste auf dem gesperrten Abschnitt zwischen Jungfernstieg und Elbbrücken die verlängerte Buslinie 4 oder einen Pendelzug zwischen Jungfernstieg und Überseequartier nutzen können (montags bis freitags von 6.30 bis 20.30 Uhr, am Samstag von 9.30 bis 20.30 Uhr sowie am Sonntag von 12.30 bis 18.30 Uhr.)

Hintergrund der Arbeiten ist die schrittweise Automatisierung der Linien U2 und U4. Künftig sollen die Züge durch ein neues System enger hintereinander fahren können. Auf der gemeinsam genutzten Strecke zwischen Horner Rennbahn und Jungfernstieg soll dadurch ein 100-Sekunden-Takt möglich werden, was die Kapazität auf dem meistgenutzten Abschnitt der Hamburger U-Bahn deutlich erhöhen soll.

Je nach Verbindung kann es zu Verspätungen kommen. Die Hochbahn empfiehlt, sich vor Fahrtantritt über die hvv switch-App, hvv.de oder in der hvv-App zu informieren.