Streik in Potsdam: Wann endet der Warnstreik im ÖPNV?

Verdi bestreikt erneut den Nahverkehr in Potsdam. Bis wann kommt es noch zu Ausfällen?
Jens Kalaene/dpaVerdi hat zu einem Warnstreik im ÖPNV in Potsdam aufgerufen. Ab wann verkehrt der Nahverkehr wieder regulär?
ViP-Streik in Potsdam: Wann ist der Warnstreik vorbei?
Am Freitag und Samstag (27. und 28. Februar 2026) kommt es aufgrund eines von Verdi ausgerufenen zweitägigen Warnstreiks im Rahmen der Tarifverhandlungen zu massiven Einschränkungen im Potsdamer Nahverkehr. Davon ist auch die ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH betroffen. Der Warnstreik beginnt am Freitag, 27.02.2026, 03.00 Uhr und dauert voraussichtlich bis Samstag, 28.02.2026, 03.00 Uhr an. In dieser Zeit ist davon auszugehen, dass alle Fahrten der Tram, der Fähre und ein Großteil der Fahrten mit dem Bus ausfallen werden.
Weiterhin verkehren während des Warnstreiks Buslinien, die von Subunternehmen betrieben werden. Diese gibt es hier in diesem Artikel im Überblick.
Welche weiteren Alternativen gibt es?
Die Deutsche Bahn streikt diese Woche nicht. Fahrgäste können prüfen, ob gegebenenfalls Teile der Strecken mit Regionalzügen zurückgelegt werden können. S-Bahnen sind ebenfalls nicht betroffen. Wer nicht aufs Fahrrad umsteigen kann oder möchte, kann auf Taxis oder Fahrdienste zurückgreifen, die neben Autos auch E-Roller und Leihfahrräder anbieten. Zudem können Carsharing-Dienste und Fahrgemeinschaften als weitere Optionen zur Verfügung stehen.
Warum wird in Potsdam erneut gestreikt?
In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Nach Ansicht von Verdi kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierten beispielsweise, dass Verdi bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft am wichtigsten findet.
Mit Material der dpa
