Stromausfall in Berlin: Karte zeigt betroffene Gebiete

Der Südwesten Berlins ist weiterhin von einem massiven Stromausfall betroffen. Diese Karte zeigt die betroffenen Gebiete zum Stand 5. Januar, 13.00 Uhr.
AFPEin Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat zu einem Stromausfall geführt, der im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen betraf. Eine linksextremistische Gruppierung bekannte sich zu dem Anschlag. An einem Wiederanschluss wird mit Hochdruck gearbeitet. Welche Gebiete sind aktuell noch betroffen und wo gibt es bereits wieder Strom?
Stromausfall in Berlin aktuell
Ursprünglich betraf der Stromausfall die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Mittlerweile sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) noch rund 25.500 Menschen und etwa 1.200 Unternehmen ohne Strom (Stand 6. Januar 9:40 Uhr). Das berichtete ein Sprecher des Betreibers Stromnetz Berlin.
Nahezu alle etwa 10.000 Haushalte und 300 Gewerbe im Ortsteil Lichterfelde sind nach Angaben von Stromnetz Berlin inzwischen wieder versorgt. Einige wenige Haushalte im Ortsteil Lichterfelde, westlich vom Teltowkanal, sind an ein weiterhin nicht versorgtes Umspannwerk aus dem Ortsteil Zehlendorf angeschlossen und daher noch ohne Stromversorgung. Durch lokale technische Maßnahmen, z. B. Anschluss einer Netzersatzanlage, konnten weitere Haushalte und Gewerbe im Bezirksteil Zehlendorf inzwischen mit Strom versorgt werden. Bis alle Betroffenen wieder am Netz sind, wird es etwa bis Donnerstagnachmittag dauern.
Updates zum weiteren Verlauf teilt das Stromnetz Berlin hier auf seiner Webseite.
Hotelkosten werden übernommen
Betroffene des anhaltenden Stromausfalls im Berliner Südwesten bekommen Hotelkosten nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstattet. Hotelzimmer können über Partnerhotels von Visit Berlin gebucht und anschließend beim Sozialamt Steglitz-Zehlendorf abgerechnet werden. Dafür benötigt werden die Hotelrechnung, ein Nachweis der persönlichen Betroffenheit (amtliche Anmeldung) sowie ein Identitätsnachweis (Personalausweis). Das teilte Bürgermeister Kai Wegner (CDU) auf der Plattform X mit. Laut Einschätzung des Hotel- und Gastronomieverbands (Dehoga) Berlin sind aktuell ausreichend Hotelkapazitäten verfügbar. Nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz öffnen auch mehrere Kultureinrichtungen kostenfrei Türen für Betroffene. Ausgewählte Museen, Kinos und der Zoo Berlin nehmen daran teil. Eine Übersicht findet sich in den folgenden Beiträgen auf X:
