Sturmwarnung für Rhodos: Wann Unwetter drohen und richtiges Verhalten bei Sturm

Ein Blitz zuckt bei einem Sommergewitter am abendlichen Himmel auf Rhodos. Aktuell gilt eine Sturmwarnung für Rhodos.
Alexander Wolf/dpaWer derzeit in Griechenland Urlaub macht, kann auf eine ereignisreiche Woche zurückblicken, die am vergangenen Donnerstag mit einem Erdbeben vor Kreta begann. Das Beben am frühen Morgen gipfelte in einer Tsunami-Warnung. Daneben mussten Einheimische wie Urlauber zeitweise Saharastaub-Stürme hinnehmen.
Und jetzt folgt auch noch eine Unwetterwarnung auf die nächste. Besonders Rhodos wird laut der Wetterprognosen heute wohl von mittleren bis schweren Stürmen heimgesucht. Wie sich das Wetter heute (am 27. Mai 2025) und in den kommenden Tagen entwickelt und was das Amt für Zivilschutz alle Menschen auf Griechenland im Falle eines Sturms rät, haben wir hier zusammengefasst.
Unwetterwarnung für Rhodos: Sturm erwartet
Mit Stand vom 27. Mai 2025 um 11 Uhr vormittags gelten derzeit Unwetterwarnungen für Griechenland. Welche Regionen außer Rhodos noch betroffen sind, lesen Sie hier. Im ganzen Land drohen Regen, Sturm und Gewitter. Zwar klart es zwischenzeitlich auch immer wieder auf, der nächste Regen ist aber nie weit, wie der griechische Wetterdienst bekanntgab. Zudem fallen die Temperaturen von Spitzenwerten um die 37 Grad auf maximal 26 Grad. Die Tiefstwerte auf Rhodos liegen bei 23 Grad. Das wechselhafte Wetter soll mindestens bis zum kommenden Wochenende andauern. Auf Rhodos sieht das ICON-Wettermodell derzeit für Samstag (31. Mai 2025) die Gefahr für Schauer und Gewitter bei Temperaturen von maximal 21 Grad.
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Sturmwarnung für Rhodos heute (27. Mai)
Für den heutigen Tag meldet das Portal wetter.de für Rhodos, dass eine Warnung vor starken Windböen mit Geschwindigkeiten ab 50 bis 64 km/h besteht. Die Warnung gilt ganztägig. Auch für Mittwoch (28. Mai) gilt die Warnung vor starken Windböen.
Sturmwarnung für Rhodos: Das empfiehlt der griechische Zivilschutz
Auf der Seite des griechischen Ministeriums für Klimakrisen und Zivilschutz gibt es eine Reihe Hinweise, wie Einheimische und Reisende sich und ihr Hab und Gut bei Sturm schützen sollten. Hier die Liste:
- Alle Gegenstände sichern, die durch Wind oder starken Regen fortgetragen werden und Schäden oder Verletzungen verursachen könnten.
- In Innenräumen: Türen und Fenster schließen und sichern; keine elektrischen Geräte oder das Festnetztelefon nutzen, da Blitze über die Leitungen einschlagen können. Fernseher sollten von der Antenne und dem Stromnetz getrennt werden; Kontakt mit Wasserleitungen (z. B. in Küche oder Bad) vermeiden, da diese gute Stromleiter sind.
- Verhalten draußen und in freier Natur: Schutz in einem Gebäude oder einem Auto suchen, andernfalls auf den Boden setzen, aber dabei nicht hinlegen; im Wald unter niedrigen Bäumen mit dichten Ästen Schutz suchen, aber niemals unter hohen, frei stehenden Bäumen. Seien Sie in tiefer gelegenen Gebieten vorsichtig – es kann zu Überschwemmungen kommen.
- Abstand zu Strommasten, hohen Bäumen, Zäunen, Telefonleitungen und elektrischen Leitungen halten.
- Nähe zu Metallgegenständen (z. B. Autos, Fahrräder, Campingausrüstung usw.) vermeiden.
- Von Flüssen, Seen oder anderen Gewässern fernhalten bzw. das Wasser so schnell wie möglich verlassen.
- Wenn Sie sich auf einer freien Fläche befinden und das Gefühl haben, dass sich Ihre Haare aufstellen (ein Anzeichen für einen bevorstehenden Blitzeinschlag), gehen Sie sofort in die Hocke, legen Sie den Kopf zwischen die Knie (um die Körperfläche und den Bodenkontakt zu minimieren) und werfen Sie alle metallischen Gegenstände von sich.
Warum ist es derzeit so windig in Europa?
Nicht nur in Griechenland ist es derzeit windig bis stürmisch, auch im Rest Europas wechseln sich aktuell Regen, Wind und Sonne ab. Meteorologe Niklas Weise von wetteronline.de kennt die Ursache. Es handelt sich demnach um eine „typische Westwetterlage“. Dabei ziehen Tiefdruckgebiete in schneller Folge von Westen her über Mitteleuropa hinweg. „In der Nähe dieser Tiefs sind die Luftdruckgegensätze besonders groß – das sorgt für kräftige Windfelder“, sagt Niklas Weise und wagt auch eine Wetterprognose für die kommende Zeit: Demnach bleibt aktuellen Prognosen zufolge das wechselhafte und windige Wetter zunächst bestehen. Erst bei einer grundsätzlichen Umstellung der Wetterlage – hin zu stabilerem Hochdruckeinfluss – ist mit weniger Wind zu rechnen. Wann das genau passiert, ist laut Weise aber noch offen.
