Styropor entsorgen: Gelbe Tonne oder Restmüll – Welche Mülltonne ist richtig?

In welcher Mülltonne wird Styropor entsorgt?
Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpaStyropor ist ein vielseitiges Material, das häufig für Verpackungen, Einweggeschirr und als Dämmmaterial verwendet wird. Nach der Benutzung stellt sich jedoch die Frage: Gehört es in den Gelben Sack, den Restmüll oder gar zum Sondermüll?
Was ist Styropor?
Styropor besteht zu einem großen Teil aus Luft. Für den Kunststoffanteil ist Polystyrol verantwortlich. Je nach Einsatzbereich kann sich die Entsorgung erheblich unterscheiden, da das Styropor mit weiteren Stoffen versetzt worden sein kann. Dies beeinflusst auch die Entsorgungsmethode.
Verpackungsstyropor: Gelbe Tonne oder Restmüll?
Styropor, das als Verpackung verwendet wird, gehört in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Dazu zählen unter anderem:
- Schutzverpackungen von Elektrogeräten
- Obst- und Gemüseschalen
- Einweggeschirr aus Styropor, wie Kaffeebecher oder Teller.
- Fleischverpackungen
- Wichtig: Verpackungen sollten je nach Verschmutzung grob gereinigt sein, um die Recyclingfähigkeit zu erhöhen.
Baustyropor: Sondermüll beim Wertstoffhof
Styropor, das als Dämmstoff im Bauwesen genutzt wird, muss oft als Sondermüll entsorgt werden, da es Flammschutzmittel wie HBCD enthalten kann. Seit März 2016 darf in der Europäischen Union zwar kein HBCD-haltiges Styropor mehr hergestellt oder verkauft werden. Dennoch ist bei Renovierungsarbeiten oder Hausabrissen Vorsicht geboten, da ältere Dämmplatten HBCD enthalten könnten. Solche Materialien gelten als gefährlicher Abfall. Enthält Styropor HBCD, muss es getrennt gesammelt und in örtlichen Recyclingstellen beziehungsweise Reststoffhöfen unter Aufsicht entsorgt werden. Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden. Bei größeren Mengen ist es auch möglich, sich bei Entsorgungsunternehmen sogenannte Styropor-Container zu bestellen. Das Umweltbundesamt liefert hier weitere Informationen dazu, wie man erkennt, ob das jeweilige Styropor Flammschutzmittel enthält.
