Super E10 in Polen: So wenig kostet Tanken hinter der Grenze

Eine Zapfpistole mit der Aufschrift «Super E10» steckt an einer Tankstelle in der Tanköffnung eines Fahrzeugs. Was kostet die Spritsorte derzeit beim Tanken in Polen und wie hoch ist das Sparpotenzial? Eine Preisübersicht.
Hauke-Christian Dittrich/dpaWer E10-Benzin in Deutschland tankt, spart in der Regel Geld im Vergleich zum teureren Super E5 und schont zudem die Umwelt. Der ADAC macht sich schon seit Langem für die Akzeptanz des Benzins mit 10 Prozent Bio-Ethanol-Anteil stark und forderte kürzlich sogar, der Spritsorte den Vorrang an deutschen Tankstellen zu geben, so wie es beispielsweise Österreich bereits seit zwei Jahren macht.
Auch beim Tanken in Polen kann man auf Super E10 zurückgreifen. Ein Preisvergleich zeigt, welches Sparpotenzial aktuell wieder beim Tanken hinter der Grenze steckt. Es gibt allerdings auch einen kleinen Wermutstropfen. Was E10-Benzin aktuell kostet und worauf Tanktouristen sich an der deutsch-polnischen Grenze einstellen müssen.
Tanken in Deutschland: So viel kostet E10-Benzin Ende Mai
Wer Ende Mai eine deutsche Tankstelle in Brandenburg, nahe der deutsch-polnischen Grenze anfährt, zahlt für einen Liter E10 um die 1,68 Euro. Sehr günstige Tankstellen bieten die Spritsorte auch schon für 1,64 Euro pro Liter an, sind dabei aber die Ausnahme.
An der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern kostet der Liter E10 zur Mittagszeit sogar um die 1,75 Euro. Hier im Nordosten, beispielsweise auf der Insel Usedom, ist Tanken generell etwas teurer als im übrigen Bundesgebiet, wie der ADAC erneut Anfang dieses Jahres feststellte. Die Wege nach Polen, beispielsweise in das Seebad Swinemünde, sind aber auch hier kurz. Viele Reisende und Einheimische überqueren darum auch hier die Grenze, um zu tanken und einzukaufen. In Swinemünde kostet der Liter E10-Benzin derzeit im Schnitt 6,18 Złoty, was 1,46 Euro entspricht.
Tanken in Polen: So günstig ist E10 hinter der Grenze
Hinter der deutsch-polnischen Grenze bei Brandenburg sieht man deutlich niedrigere Preise. Wer hier tankt, darf sich an den meisten Tankstellen über sehr günstige Spritpreise freuen. Die großen Ketten wie Aral und Shell sind auch hier vertreten, aber in der Regel zahlt man hier am meisten. Besonders günstig sind oft Tankstellen der Kette Orlen sowie die AB-Tankstellen.
Der Durchschnittspreis für den Liter E10-Benzin liegt Ende Mai bei 5,87 Złoty pro Liter, was 1,38 Euro entspricht. Je nach Tageszeit, Tankstelle und Ort kann dieser Preis natürlich variieren – das ist in Deutschland auch so. Darum lohnt sich immer auch ein Blick auf die einzelnen Grenzübergänge.
Die Auswahl zeigt die Durchschnittspreise an verschiedenen Grenzübergängen zwischen Brandenburg und Polen:
- Krajnik Dolny (bei Schwedt): Für einen Liter E10 muss man hier am 29. Mai um die 1,38 Euro einplanen.
- Tanken in Slubice: 1 Liter E10 kostet im Schnitt 1,43 Euro.
- Polenmarkt Hohenwutzen: 1 Liter E10 kostet an der Tankstelle am Polenmarkt am 30. Mai 1,33 Euro.
- Zasieki (Forst): Hier kostet der Liter E10 im Schnitt um die 1,39 Euro.
- Kostrzyn (Küstrin): Hier zahlen Tanktouristen am 29. Mai im Schnitt ebenfalls 1,39 Euro pro Liter Super E10.
- Gubin bei Guben: In Gubin kostet der Liter E10 aktuell um die 1,42 Euro.
Tanken in Polen: Quellen und Hinweise
Wir verwenden unter anderem folgende Quellen, um die aktuellen Spritpreise in Polen für Sie immer möglichst genau abzubilden: mehr-tanken.de, abtankstellen.de, clever-tanken.de. Dennoch dienen die Preisangaben auf dieser Seite nur als ungefähre Richtwerte, da die Preise – wie auch an deutschen Tankstellen – je nach Tageszeit und Ort Schwankungen unterliegen.
Vertragen alle Autos E10?
Die meisten Autos können ohne Weiteres mit E10 betankt werden, selbst die abwechselnde Betankung mit E10 und E5 stellt laut dem Automobilclub keine Gefahr für Motorleistung oder -lebensdauer dar. Der ADAC betont immer wieder, dass fast alle Benziner-PKW für E10 geeignet sind. Einen Hinweis findet man in der Regel in der Bedienungsanleitung oder auf dem Tankdeckel.
Wermutstropfen: Es kann an der Grenze zu Wartezeiten kommen
Seit der Ankündigung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), die Grenzkontrollen zu verschärfen, wird an der deutsch-polnischen Grenze verstärkt kontrolliert. Die Bundespolizei prüft nicht mehr nur stichprobenartig, was zu längeren Wartezeiten führen kann – vor allem für Fahrzeuge mit weiter entfernten Kennzeichen. Wer Wartezeiten vermeiden will, sollte antizyklisch fahren. Oft kommt man unter der Woche oder außerhalb der Stoßzeiten schneller über die Grenze.
