Tagundnachtgleiche 2025
: Deshalb entstehen diese überraschenden Naturphänomene

Im September findet die Tag-und-Nachtgleiche statt: Was sie so besonders macht und wieso es die beste Zeit für Polarlichter und das Zodiakallicht ist.
Von
Doreen Matschuk
Berlin
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Wetter in Großbritannien: 20.03.2025, Großbritannien, South Shields: Die Sonne geht am Morgen der Frühlings-Tagundnachtgleiche über dem Leuchtturm von South Shields an der Mündung des Tyne auf. Foto: Owen Humphreys/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Tagundnachtgleiche im September 2025: Was dieses Datum so besonders macht und wieso es zu dieser Zeit die beste Möglichkeit für Sichtung von Polarlichtern und dem Zodiakallicht ist. (Symbolbild)

Owen Humphreys/PA Wire/dpa

Zweimal im Jahr steht die Erde an einem besonderen Punkt – die Tagundnachtgleiche steht an. Dieses besondere astronomische Ereignis wird in vielen Kulturen gefeiert und steht für den Wechsel der Jahreszeiten. Wann es so weit ist und was genau dabei passiert.

Was ist die Tagundnachtgleiche?

Die Tagundnachtgleiche, auch Äquinoktium genannt, beschreibt den Moment, in dem die Erdachse einen rechten Winkel zu den Sonnenstrahlen bildet. An diesem Tag sind Tag und Nacht auf der gesamten Erde nahezu gleich lang – etwa zwölf Stunden. Der Grund dafür ist die besondere Stellung der Erde zur Sonne: Die Sonne steht dann genau über dem Äquator.

Datum und Uhrzeit für das Äquinoktium im Herbst 2025

Auf der Nordhalbkugel findet die Herbst-Tagundnachtgleiche 2025 am 22. September um 20:20 Uhr MESZ (18:20 Uhr GMT) statt. Dieses Datum signalisiert das Ende des Sommers und den Beginn des astronomischen Herbstes.

Warum gibt es Tagundnachtgleichen?

Unsere Erde ist um 23,5 Grad geneigt. Diese Schräglage der Rotationsachse bewirkt, dass die Nord- und Südhalbkugel im Laufe des Jahres unterschiedlich viel Sonnenlicht erhalten. Das Resultat sind unsere Jahreszeiten. Doch zweimal im Jahr, im März und im September, steht die Erde so zur Sonne, dass beide Hemisphären fast gleich viel Sonnenlicht erhalten. Genau dann ist Tagundnachtgleiche.

Was passiert genau am 22. September 2025?

Am Tag der Tagundnachtgleiche geht die Sonne weltweit exakt im Osten auf und im Westen unter. Zu dieser Zeit gibt es die schnellsten Sonnenuntergänge, weil die Sonne den kürzesten Weg hat, um unter den Horizont zu sinken.

In der Astronomie werden die Herbst-Tagundnachtgleiche außerdem als Wechsel der Jahreszeiten von Sommer zum Herbst angesehen.

Traditionen und Feiern weltweit

Menschen auf der ganzen Welt feiern die Tagundnachtgleiche mit verschiedenen Festen und Bräuchen. Dieses astronomische Ereignis wird seit jeher als symbolischer Neubeginn und Wendepunkt im Jahreskreis betrachtet.

Die perfekte Zeit für Polarlichter beginnt

Polarlichter leuchten am Nachthimmel über einer Straße im östlichen Brandenburg. +++ dpa-Bildfunk +++

Polarlichter leuchten am Nachthimmel über einer Straße im östlichen Brandenburg.

Patrick Pleul/dpa

Laut starwalk.space bieten die Wochen um die Tagundnachtgleichen die besten Chancen für Sichtungen von Polarlichtern – Nordlichter sowie Südlichter. Der Grund dafür ist, dass im März und September das Erdmagnetfeld stärker mit dem Sonnenwind interagiert, was zu einer erhöhten geomagnetischen Aktivität führt. Dadurch werden Polarlichter stärker und häufiger.

Beste Beobachtungszeit für das Zodiakallicht

Ein weiteres Phänomen bietet sich um die Wochen nahe der Tagundnachtgleichen. Schon mal etwas vom Zodiakallicht gehört? Dieses schwache, kegelförmige Leuchten erscheint kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang am Himmel und entsteht durch die Streuung des Sonnenlichts an interplanetaren Staubteilchen im Sonnensystem.

Zodiakallicht über dem Kleßener See im Sternenpark Westhavelland.

Sternenpark Westhavelland: Abend-Zodiakallicht über dem Kleßener See

Zodiakallicht über dem Kleßener See im Sternenpark Westhavelland.

Thomas Becker