Tanz in den Mai 2026
: Bedeutung, Maibaum & Co. - Alle Infos zu den Tanz in den Mai

Ende April, Anfang Mai gibt es die Tradition des Tanzes in den Mai. Doch warum wird das gefeiert und was steckt dahinter? Alle Infos gibt es hier.
Von
Lea Lange
Berlin
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Am Abend des 30. April gibt es traditionell den Tanz in den Mai. Was steckt dahinter? Was bedeutet der Maibaum? Hier alle Hintergründe.

Am Abend des 30. April gibt es traditionell den Tanz in den Mai. Was steckt dahinter? Was bedeutet der Maibaum? Hier alle Hintergründe.

Thomas Warnack/dpa

Neben der Walpurgisnacht, die vom 30. April auf den 1. Mai stattfindet, gibt es auch den Tanz in den Mai. Das ist eine Tradition, welche bereits seit langer Zeit unter anderem in Deutschland zu finden ist. Welche Bedeutung diese Veranstaltung hat und was dahinter steckt, verraten wir euch hier:

  • Wie ist die Bedeutung hinter dem Maibaum?
  • Woher kommt der Maitanz?
  • Welche Veranstaltungen gibt es zum Tanz in den Mai 2026?

Maibaum aufstellen — Die Bedeutung dahinter

Der Maibaum ist ein großer Stamm, der geschält und festlich geschmückt wird und vor dem 1. Mai auf dem zentralen Platz einer Gemeinde aufgestellt wird. Der Maibaum wird je nach Region unterschiedlich geschmückt: Mit Girlanden, Krepppapier, Wappen, Zweigen, bunten Bändern etc. Oben befindet sich in der Regel ein Kranz oder eine Krone, der ganz zum Schluss platziert wird.

Es ist nicht ganz klar, woher der Brauch des Maibaums kommt. Maibäume gibt es in Zentral– und Nordeuropa in verschiedenen Formen. So wird in Skandinavien zum Beispiel zum Teil zur Mittsommernacht ein Baum aufgestellt, der dem Maibaum ähnelt. Das lässt einige Historiker darauf schließen, dass der Brauch germanischen Ursprungs ist und sich regional unterschiedlich verbreitet hat. Nachdem die Christen im 10. Jahrhundert die germanischen Stämme in Zentraleuropa missioniert und christianisiert hatten, wurden daraufhin viel heidnische Bräuche verboten. So ist es möglich, dass es eine jahrhundertelange Unterbrechung der Maibaumtradition gegeben haben könnte. Die erste schriftliche Nennung des Brauchs taucht bei Caesarius von Heisterbach* im Jahr 1224 auf.

Die Maibaumtradition in seiner heutigen Form kommt wohl aus dem 19. Jahrhundert. Über die Jahrhunderte haben sich in den Gemeinden auch lokale Traditionen etabliert, sodass die Maifeste regional sehr unterschiedlich ausfallen können. In der Regel folgt aber nach dem Aufstellen des Maibaums der Maitanz.

*Caesarius von Heisterbach war ein Mönch des Zisterzienserordens, der zwischen 1180 und 1240 in Köln gelebt haben soll. Er war der Erste, welcher die Aufstellung des Maibaums in Aachen dokumentiert hat.

Tanz in den Mai — Woher kommt der Maitanz?

Der Tanz in den Mai folgt in vielen Gemeinden dem Aufstellen des Maibaumes. So wird tagsüber der Baum aufgestellt, danach gibt es ein Fest, abends wird das Maifeuer entfacht und es werden die "bösen Geister" des Winters vertrieben. Der Maitanz ist heute eine moderne Form der Walpurgisnacht, die weiterhin gefeiert wird. Nach altem Volksglauben vertreiben in dieser Nacht die germanischen Götter Wotan und Freya die Winter–Dämonen und zeugen den Frühling. Das Ritual, die Dämonen mit Kostümen, Masken, Tanz, Gebrüll, Fackeln und Maifeuer zu vertreiben, wird auch heute noch im Form des Tanzes in den Mai gepflegt. Es handelt sich also weniger um einen wirklichen Tanz als um ein Volksfest, bei dem gesellig getrunken und gegessen wird — und wer will, der darf natürlich auch tanzen.

Tanz in den Mai 2026 — Sind Veranstaltungen geplant?

In fast jeder größeren Stadt gibt es Maitänze, so auch in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Stuttgart & Co. In den Dörfern und kleineren Gemeinden gibt es die traditionellen Maifeuer, die mit dem Einbruch der Dunkelheit entfacht werden. Am 1. Mai ist auch als Maifeiertag bekannt, der 2026 auf einen Freitag fällt. Ob eine Veranstaltung geplant ist, wird meist im Ort selbst in Form von Werbung bekannt gegeben. Meist hilft es auch, auf der offiziellen Internetseite der Gemeinde nachzuschauen.