Tobias Eder ist tot
: Eisbären Berlin trauern um Eishockey-Nationalspieler

Der Eishockey-Nationalspieler Tobias Eder ist mit nur 26 Jahren in Berlin an einer Krebserkrankung verstorben. Die Eisbären Berlin trauern um ihn.
Von
dpa
Berlin
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Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Tobias Eder ist an den Komplikationen einer Krebserkrankung gestorben.

Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Tobias Eder ist an den Komplikationen einer Krebserkrankung gestorben.

picture alliance/dpa/Christian Kolbert
  • Eishockey-Spieler Tobias Eder stirbt mit 26 Jahren an Krebs in Berlin.
  • Eder spielte für die Eisbären Berlin und die deutsche Nationalmannschaft.
  • Ein bösartiger Tumor wurde letzten Sommer bei ihm diagnostiziert.
  • Eder verstarb an den Komplikationen der Erkrankung.
  • Die Eisbären Berlin trauern um ihn.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der deutsche Sport trauert um Eishockey-Nationalspieler Tobias Eder. Der 26-Jährige starb an den Komplikationen einer Krebserkrankung, wie die Eisbären Berlin unter Berufung auf Eders Familie mitteilten.

Bei Eder war im Sommer des vergangenen Jahres nur wenige Wochen nach seiner WM-Teilnahme in Tschechien bei der sportmedizinischen Untersuchung des Hauptstadt-Clubs ein bösartiger Tumor festgestellt worden. Die Erkrankung des gebürtigen Tegernseers machte eine unmittelbar beginnende Therapie notwendig.

Tobias Eder appellierte im November: „Geht zur Vorsorge“

Im November hatte sich der Eisbären-Profi per Instagram für die „unfassbare Unterstützung“ während seiner Therapie bedankt. Er appellierte in dem Video: „Geht zur Vorsorge, tut es für euch selbst, tut es für eure Liebsten, für eure Freunde, für eure Familie. Denn am Ende des Tages ist nichts wertvoller als die Gesundheit.“

Eisbären-Clubbesitzer Philip Anschutz, ein US-Milliardär, hatte nach Bekanntwerden von Eders Krebsdiagnose angeboten, die Kosten für die Behandlung des Torjägers und auch für eine mögliche Therapie in den USA zu tragen.

„Wir sind geschockt, tieftraurig und fassungslos“, schrieben die Eisbären bei Instagram. „Tobi hat seinen schwersten Kampf leider nicht gewonnen. Es ist unmöglich, jetzt die richtigen Worte zu finden. Lieber Tobi, du wirst uns fehlen. Du hast allen stets ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Genauso werden wir dich immer in Erinnerung behalten!“

Tobias Eder ist tot: 27 Einsätze für das DEB-Team

Eder spielte seit 2023 für die Berliner, ausgebildet wurde er beim EC Bad Tölz. Über den EHC Red Bull München und die Düsseldorfer EG ging es für ihn zu den Eisbären. Für die deutsche Nationalmannschaft bestritt der Bayer nach Verbandsangaben 27 Länderspiele. Bei der WM im vergangenen Jahr gehörte der Stürmer noch zum DEB-Team. In der Eröffnungspartie erzielte Eder beim 6:4 gegen den Olympia-Dritten Slowakei einen Treffer. Die DEB-Auswahl scheiterte später im Viertelfinale an der Schweiz.

Der Deutsche Eishockey-Bund sprach von einer „erschütternden Nachricht“. Eder sei bereits vor einigen Tagen seiner schweren Krankheit erlegen. „Wir erinnern uns an die vielen lustigen, schönen und besonderen Momente, die wir mit Tobi erleben durften und verabschieden uns in großer Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit“, teilte der DEB mit.

Bei den kommenden DEL-Spielen werde es in Erinnerung an Eder eine Gedenkminute geben, teilte die Deutsche Eishockey Liga mit. Eder hatte seine Karriere beim EC Bad Tölz begonnen. Über den EHC Red Bull München und die DEG ging es für ihn zu den Eisbären. „Danke für alles, Tobi. Wir werden dich nie vergessen“, schrieben die Münchner. Die Düsseldorfer zeigten sich „sprachlos und in tiefer Trauer“.

Tobias Eder ist tot: Eisbären sagten Spiel gegen Ingolstadt ab

Aufgrund des „sich kritisch verschlechterten Gesundheitszustandes“ von Eder war das geplante Ligaspiel der Eisbären Berlin beim ERC Ingolstadt auf den 26. Februar verlegt worden. Die Mannschaft der Eisbären hatte sich nicht in der Lage gesehen, zum für den Mittwoch angesetzten Spiel anzutreten.

Eders Tod weckt traurige Erinnerungen an Robert Müller. Der frühere Eishockey-Nationaltorwart war 2009 an den Folgen eines Gehirntumors im Alter von nur 28 Jahren gestorben.