Großeinsatz in Niedersachsen
: Fünf Tote nach Schüssen in Mutter-Kind-Wohnheim in Stade

In einer Jugendeinrichtung im niedersächsischen Stade fallen Schüsse, fünf Menschen sterben. Zwei Menschen werden festgenommen, darunter soll auch der Schütze sein.
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red/afp/dpa/
Stade
Schüsse in Jugendeinrichtung - Mehrere Tote in Stade: dpatopbilder - 29.06.2026, Niedersachsen, Stade: Einsatzkräfte und Spurensicherung stehen auf einer Straße in Stade. In Stade westlich von Hamburg sind fünf Menschen durch Schüsse gestorben. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, bestätigte ein Polizeisprecher auf dpa-Anfrage. Foto: Fabian Höfig/NEWS5/dpa - ACHTUNG: Kennzeich(en) wurde(n) aus rechtlichen Gründen gepixelt +++ dpa-Bildfunk +++

Einsatzkräfte und Spurensicherung am Tatort in Stade. Dort sollen fünf Menschen getötet worden sein.

Fabian Höfig/NEWS5/dpa
  • Schüsse in Stade: Die Polizei meldet mehrere Tote, genaue Zahl noch unklar.
  • Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, weitere Angaben fehlen zunächst.
  • Unbestätigten Berichten nach fielen die Schüsse in einer Jugendeinrichtung.
  • In der Dankersstraße läuft ein Großeinsatz – den Bereich weiträumig meiden.
  • Die Polizei informierte über das soziale Netzwerk Whatsapp und bat, den Ort zu verlassen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade sind fünf Erwachsene getötet worden. „Es gibt mehrere Menschen, die zum Teil schwer verletzt wurden“, sagte eine Polizeisprecherin der dpa. Es sei nicht auszuschließen, dass die Zahl der Todesopfer noch steige. Die Ermittler nahmen zwei Verdächtige fest, darunter auch den mutmaßlichen Schützen.

Noch viele Fragen offen

Zu dem Tötungsdelikt kam es nach Polizeiangaben in einer Jugendhilfeeinrichtung. Dort sind Mutter-Kind-Wohngruppen untergebracht. Nähere Angaben zu der Identität der Toten und der Tatverdächtigen machten die Ermittler zunächst nicht. Offen ist auch noch, welche Rolle die zweite festgenommene Person bei der Tat gespielt haben soll.

Die Hintergründe des Gewaltverbrechens in der Stadt westlich von Hamburg sind zunächst völlig unklar. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler gibt es jedenfalls keinen Zusammenhang zur sogenannten Clankriminalität.

Polizei und Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. Sie riefen Menschen auf, den betroffenen Bereich weiträumig zu verlassen und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen. „Aktuell besteht keine weitere Gefahr für die Bevölkerung“, betonte die Polizeisprecherin.

Viele Einsatzfahrzeuge und Rettungskräfte im Einsatz

Auf Bildern von der Umgebung des Tatortes waren zahlreiche Einsatzfahrzeuge und Rettungskräfte zu sehen. Auch Kriminaltechniker in weißen Overalls waren vor Ort.

Ein Sprecher der Stadt Stade sagte, für eine Kindertagesstätte und eine Grundschule in der Nähe der Jugendhilfeeinrichtung habe keine Gefahr bestanden. Die Stadt habe nach den ersten Meldungen umgehend Kontakt zu den Einrichtungen gesucht. Die Kita-Kinder seien zum Zeitpunkt der Schüsse im Gebäude gewesen, sagte der Stadtsprecher. Eltern konnten ihre Schulkinder inzwischen abholen.

„Wir sind froh, dass es unseren Mitarbeitenden und den Kindern in Kita und Grundschule gut geht und ich bedanke mich bei den Polizistinnen und Polizisten für ihren Einsatz in dieser unübersichtlichen Lage“, sagte Stades Stadtrat Carsten Brokelmann in einer Mitteilung. Der Stadtrat sprach zudem im Namen der Stadtverwaltung seine Anteilnahme aus. „Gleichzeitig gilt unser tiefes Mitgefühl den Opfern dieser schrecklichen Tat sowie deren Hinterbliebenen.“ Noch seien die Hintergründe der Tat nicht bekannt. Er vertraue darauf, dass diese bald ermittelt würden, sagte Brokelmann in der Mitteilung weiter.

Die Polizei warnte zudem eindringlich vor Falschnachrichten und Gerüchten. In Chatgruppen und sozialen Netzwerken würden unbestätigte Informationen zu der Einsatzlage verbreitet, schrieb die Polizei in ihrem WhatsApp-Kanal. „Die kursierenden Darstellungen entsprechen nicht dem derzeit polizeilich bestätigten Sachstand.“

Die Polizei appellierte, keine ungeprüften Meldungen, Sprachnachrichten oder Gerüchte weiterzuverbreiten. „Dies kann zu Verunsicherung führen und polizeiliche Maßnahmen erschweren.“ Gesicherte Informationen gebe es über die offiziellen Kanäle der Polizei Stade.

Stade hat knapp 48.700 Einwohner und gehört zur Metropolregion Hamburg und ist auch als westliches Tor zum Alten Land bekannt, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Deutschlands. Die Hansestadt liegt rund 40 Kilometer von Hamburg entfernt.