Ukraine-Krieg aktuell: Russland verzeichnet Rekord-Gewinne

Ukrainische Soldaten der Luftverteidigungseinheit der 59. Brigade feuern auf russische Kampfdrohnen in der Region Dnipropetrovsk.
Evgeniy Maloletka/AP/dpaAm Freitag treffen Trump und Putin in Alaska zu einem Treffen aufeinander, bei welchem über die Zukunft des Ukraine-Krieges verhandelt werden soll. Kurz vor dem Beginn der Beratungen hat die russische Armee große Geländegewinne erzielt.
Ukraine-Krieg: Russland mit größtem Tageserfolg seit einem Jahr
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP in der Ukraine den größten Geländegewinn innerhalb eines Tages seit mehr als einem Jahr verzeichnet. Laut einer Auswertung des Institute for the Study of War (ISW) und der AFP kontrolliert oder beansprucht die russische Armee seit Dienstag 110 Quadratkilometer zusätzliches Gebiet. Einen vergleichbaren Tageserfolg hatte Moskau zuletzt Ende Mai 2024 erzielt. In den vergangenen Monaten benötigten russische Truppen für ein Gebiet dieser Größe meist fünf bis sechs Tage.
Neue Eroberungen in Donezk
Das russische Verteidigungsministerium meldete zudem die Einnahme der Dörfer Suworowo und Nikanoriwka in der Region Donezk. Beide liegen nahe der ukrainisch kontrollierten Stadt Dobropillja, einem ehemaligen Bergbauzentrum.
Treffen von Trump und Putin in Alaska
Der Vorstoß erfolgt kurz vor einem geplanten Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin am Freitag im US-Bundesstaat Alaska. Themen der Gespräche sollen der Ukraine-Krieg und mögliche Verhandlungen sein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu dem Treffen nicht eingeladen. Bisherige Bemühungen um eine Waffenruhe blieben erfolglos.
Russische Forderungen und ukrainische Ablehnung
Moskau fordert von Kiew die vollständige Abtretung der teilweise besetzten Regionen Saporischschja, Donezk, Luhansk und Cherson sowie der Krim. Zudem soll die Ukraine auf westliche Militärhilfe und einen Nato-Beitritt verzichten. Die Regierung in Kiew weist diese Bedingungen als unannehmbar zurück.
Mit Material der AFP
