Russlands Verluste: Soviele Panzer hat Russland bisher verloren
Bereits über ein Jahr währt der Ukraine–Konflikt, der mit dem Einmarsch der russischen Truppen in der Ukraine im Februar 2022 begann. Ein Ende ist bislang nicht in Sicht: Russische Truppen rücken laut Angaben des Thinktanks „Institute for the Study of War“ an mehreren Fronten vor. Dabei hat der Krieg am östlichen Ende Europas bereits Tausende Todesopfer gefordert. Auch die Verluste an Material, insbesondere Panzern, sind vor allem auf russischer Seite hoch.
Wie hoch sind die Verluste Russlands an Panzer wirklich? Alle Infos hier im Text.
Russlands Verluste: So viele Panzer hat Russland in der Ukraine schon verloren
Russlands Krieg gegen die Ukraine war bisher kaum von nennenswerten Erfolgen gekennzeichnet. Keine einzige Region der Ukraine konnte von den russischen Truppen vollständig eingenommen werden. Gleichzeitig sind die Verluste an Soldaten und Material auf beiden Seiten enorm. Vor allem die russische Armee hat in der Ukraine viele Panzer verloren.
Ende März 2023 bezifferte das Statistik–Portal „statista“ die Verluste von russischen Panzern im Ukraine–Krieg auf über 1.800 Kampfpanzer, 2.200 Schützenpanzer sowie über 800 gepanzerte Fahrzeuge.
Laut der unabhängigen Website „Oryx“ hat Russland seit dem Beginn der Invasion vor gut acht Monaten bereits mehr als 1900 Panzer in der Ukraine verloren.
Neben der Frage, wie viele Panzer Russland schon verloren hat, stellt sich zunehmend auch die Frage, wie viele Panzer Russland insgesamt (noch) hat.

Ein zerstörter Panzer steht auf der Straße vor einer Kirche.
picture alliance/dpa/Evgeniy MaloletkaRussische Verluste: So sind die Zahlen zu deuten
Zahlen über die Verluste an Mensch und Materialgerät werden von verschiedenen Stellen herausgegeben — mit teilweise erheblichen Differenzen. Bei den Zahlen ist also Vorsicht geboten.
Diese Liste von Oryx Blog enthält nach eigenen Angaben lediglich die Fahrzeuge, Fluggeräte und Ausrüstungen, für deren Zerstörung, Beschädigung, Aufgabe oder Eroberung entweder Foto– oder Videobeweise vorliegen. Laut Quelle werden dabei alle erdenklichen Anstrengungen unternommen, um Doppeleinträge zu vermeiden und die auf den Foto– und Videoaufnahmen zu sehende Ausrüstung korrekt zuzuordnen.
Dennoch birgt die Verifizierung von Fotos und Videos immer eine gewisse Unsicherheit. Laut Oryx kann davon ausgegangen werden, dass aufgrund der Notwendigkeit des Vorliegens von Bildbeweisen in Wirklichkeit wesentlich mehr Fahrzeuge, Fluggeräte und Ausrüstungen zerstört, beschädigt, aufgegeben oder erobert wurden, als in der Liste angegeben.
Waffenlieferungen: Jetzt kommen Kampfpanzer für die Ukraine
Vor dem Hintergrund der heftigen Kämpfe sowie Kriegsverbrechen in der Ukraine waren der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und der designierte Verteidigungsminister Boris Pistorius in Sachen Waffenlieferungen zuletzt immer mehr unter Druck geraten.
Nachdem zuletzt die Forderungen aus dem Ausland immer größer wurden, hat sich Deutschland nun zu der Lieferung von Leopard 2 Panzern entschieden. Neben Deutschland liefern auch weitere Länder neue Waffen, eine Reaktion aus Russland hat dabei auch nicht lange auf sich warten lassen.
Deutschland nimmt eine Schlüsselrolle ein, denn da die Panzer hier produziert werden, muss die Bundesregierung deswegen jeden Export auch anderer Länder genehmigen.
Was Deutschland im Vergleich zu anderen Verbündeten bisher geliefert hat, findet ihr hier im Text.
Russische Panzer im Überblick
Die deutschen Panzer werden es in der Ukraine unter anderem mit T–90 Panzern aus Russland zu tun bekommen. Was kann der T–90 und was sind seine Schwachstellen?
Wie schlagen sich T–90 und Leopard 2 im Vergleich?

