Unfall auf A9
: Lkw rast in Unfallstelle auf Autobahn – Pannenhelfer tot

Tragisches Ende bei der Sicherung eines Pannenfahrzeuges auf der A9: Ein Lkw-Fahrer übersieht eine Unfallstelle auf der Autobahn und verursacht einen tödlichen Crash.
Von
dpa und Jenefer Flach
Raguhn-Jeßnitz
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Laster fährt auf A9 in Unfallstelle — ein Toter: 13.05.2024, Sachsen-Anhalt, Thurland: Ein Laster ist in der Nacht auf der Autobahn A9 im Osten Sachsen-Anhalts in eine Unfallstelle gefahren - ein Mensch ist dabei gestorben. Der 43 Jahre alte Lkw-Fahrer sowie eine 26 Jahre alte Polizistin, die an der Unfallstelle im Einsatz war, wurden schwer verletzt. (Zu dpa: «Laster fährt auf A9 in Unfallstelle: Mensch vom Abschleppdienst stirbt») Foto: Tom Musche/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Laster ist in der Nacht auf der Autobahn A9 im Osten Sachsen-Anhalts in eine Unfallstelle gefahren. Dabei wurde auch ein Streifenwagen in Mitleidenschaft gezogen. Ein Pannenhelfer starb, eine Polizistin wurde verletzt.

Tom Musche/dpa

Bei einem dramatischen Verkehrsunfall in der Nacht zum Montag (13. Mai)  auf der Autobahn A9 im Osten Sachsen-Anhalts ist ein Mitarbeiter eines Abschleppdienstes getötet und zwei weitere Personen sind verletzt worden. Der tragische Vorfall ereignete sich während der Absicherung einer Unfallstelle durch die Polizei.

Unter den Unfallopfern waren eine junge Polizistin und der Mitarbeiter des Abschleppdienstes. Die Kollision ereignete sich während der Bergung eines zuvor verunglückten Fahrzeuges auf Höhe der A9 bei Raguhn-Jeßnitz.

Gegen 23.15 Uhr fuhr ein 43-jähriger Lkw-Fahrer auf den abgesperrten Bereich auf und kollidierte mit einem Streifenwagen. Die Wucht des Aufpralls schob den Polizeiwagen auf das zuvor verunglückte Fahrzeug, das daraufhin gegen den Abschleppwagen gedrückt wurde.

Die 26-jährige Polizistin im Streifenwagen wurde dabei eingeklemmt und musste von Einsatzkräften der Feuerwehr befreit werden. „Gleichzeitig fuhr der Sattelzug einige Meter weiter auf den Kleintransporter des vorherigen Unfalls auf", wie die Polizeiinspektion Halle (Saale) mitteilt.

Der Kleintransporter wurde wiederum auf das Abschleppfahrzeug geschoben. Der Fahrer des Abschleppwagens erlitt tödliche Verletzungen und verstarb noch am Unfallort.

Autobahn A9 für Stunden gesperrt

Die Autobahn A9 wurde nach dem Unfall gesperrt, um die Rettungsarbeiten und die Bergung der Fahrzeuge zu ermöglichen. An der Unfallstelle waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz, darunter zwei Rettungstransportwagen, zwei Notarztwagen, ein Rettungshubschrauber sowie die Feuerwehren Bitterfeld-Wolfen und Raguhn-Jeßnitz. Ein Sachverständiger der Dekra wurde hinzugezogen, um bei der Unfallanalyse zu unterstützen.

Der Sachschaden wird auf etwa 200.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.

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