Unfall in Warnemünde: Kreuzfahrtschiff rammte Ufer – Nach Havarie jetzt wieder unterwegs

Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Das norwegische Kreuzfahrtschiff «Nordstjernen» (r) liegt am 20. August 2025 im Seehafen während im Hintergrund das Fährschiff «Berlin» den Hafen verlässt. Das Schiff war am 19.08.2025 nach dem Ablegen in Warnemünde havariert.
Jens Büttner/dpaDas norwegische Kreuzfahrtschiff Nordstjernen hat nach einer Havarie im Rostocker Hafen mit einem Tag Verspätung seine Fahrt fortgesetzt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur am 20. August 2025.
Warnemünde: Unfall von Kreuzfahrtschiff
Am Dienstagabend war das historische Schiff kurz nach dem Ablegen am Kreuzfahrtterminal Warnemünde havariert und gegen die gegenüberliegende Uferböschung gestoßen. Ursache war nach Angaben des Landeswasserschutzamtes ein technischer Defekt, der die Vorausfahrt verhinderte.
Glück im Unglück: Bei der Havarie wurden keine Menschen verletzt und auch keine Umweltschäden gemeldet. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens machte die Stadtverwaltung bislang keine Angaben.
Rostock: Schlepper brachten Schiff in den Überseehafen
Nach dem Unfall lief die Nordstjernen zunächst aus eigener Kraft einen Liegeplatz an. Anschließend wurde ein Weiterfahrtverbot verhängt. In der Nacht auf Mittwoch brachten Schlepper das Kreuzfahrtschiff in den Rostocker Überseehafen. Von dort aus nahmen Fachleute der Schiffsklassifikationsgesellschaft, umgangssprachlich auch „Schiffs-TÜV“ genannt, eine gründliche Inspektion vor. Erst nach deren Zustimmung durfte das Schiff seine Reise fortsetzen.
Historisches Schiff mit Denkmalschutz
Die Nordstjernen gilt als besonderes Schiff. Sie wurde 1956 gebaut, steht heute unter Denkmalschutz und kann bis zu 150 Passagiere befördern. Wie viele Reisende bei dem Unfall tatsächlich an Bord waren, konnte die zuständige Behörde laut dpa nicht mitteilen.
Mecklenburg-Vorpommern: Abfahrt mit Verspätung
Am Mittwochnachmittag gab es dann Entwarnung. Nach bestandener Sicherheitsprüfung konnte die Nordstjernen Rostock mit einem Tag Verspätung verlassen. Für die Passagiere endete damit die ungeplante Pause in Mecklenburg-Vorpommern.
