Unwetter auf den Kanaren
: Karte zeigt betroffene Inseln

Ein schweres Unwetter hat die Kanarischen Inseln erfasst. Eine aktuelle Karte des spanischen Zivilschutzes zeigt, wie groß das betroffene Gebiet ist.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Die Kanarischen Inseln

Die Kanarischen Inseln

dpa-infografik/dpa-tmn/dpa

Nach Angaben der spanischen Generaldirektion für Katastrophenschutz und Notfallmanagement gilt die Warnung vor dem Sturm „Therese“ für alle Kanarischen Inseln. Auf der offiziellen Karte des nationalen Warnsystems sind mehrere Inseln farblich markiert – ein Hinweis auf unterschiedliche Gefahrenstufen.

Die Karte zeigt, wo das Unwetter am stärksten wütet.

Die Karte zeigt, wo das Unwetter am stärksten wütet.

Ministerio del Interior España

Besonders betroffen sind nach Angaben der Behörden die westlichen und zentralen Inseln wie La Palma, El Hierro, La Gomera, Teneriffa und Gran Canaria. Aber auch die östlichen Inseln werden im weiteren Verlauf der Wetterlage einbezogen.

Unterschiedliche Warnstufen auf der Karte

Die Karte zeigt nach Angaben der Behörden verschiedene Risikostufen. Gelbe und orangefarbene Markierungen weisen auf erhebliche Wettergefahren hin – darunter starker Regen, kräftiger Wind und hoher Wellengang.

Nach Angaben der spanischen Wetterbehörde AEMET sind vor allem die westlichen Inseln besonders stark betroffen. Dort können extreme Niederschlagsmengen auftreten. Für Gran Canaria und andere Inseln schließen die Behörden ähnliche Entwicklungen jedoch nicht aus.

Hinweis: Die aktuellen Warnkarten für die Kanaren können Sie auf der Webseite der spanischen Wetterbehörde AEMET abrufen.

Regen, Wind und Wellen gleichzeitig

Nach Angaben des Innenministeriums sorgt ein komplexes Sturmsystem mit mehreren Fronten für die angespannte Lage. Die Karte verdeutlicht, dass sich die Gefahren nicht auf einzelne Regionen beschränken, sondern großflächig auftreten.

Die Behörden warnen nach eigenen Angaben vor:

  • Starkregen bis hin zu extremen Niederschlägen,
  • Windböen von über 90 km/h in exponierten Lagen,
  • sowie Wellen von über vier bis fünf Metern Höhe.

Regionale Behörden verschärfen Warnungen

Nach Angaben der Regierung der Kanarischen Inseln wurden mehrere Warnstufen aktiviert. Dazu zählen unter anderem:

  • eine Warnung vor starken Regenfällen,
  • eine Warnung vor Wind,
  • sowie eine Warnung vor Küstenphänomenen.

Zusätzlich bestehen nach Angaben der Notfallbehörden Vorwarnungen vor Überschwemmungen, Gewittern und Erdrutschen. Auch diese Risiken spiegeln sich indirekt in der Kartendarstellung wider.

Wie lange gelten die Warnungen?

Nach Angaben des spanischen Innenministeriums und des Katastrophenschutzes bleibt die aktuelle Warnlage mindestens bis Sonntag, 22. März, bestehen. Erst danach wird eine allmähliche Abschwächung des Sturms „Therese“ erwartet, wobei laut Behörden weiterhin mit Regenfällen gerechnet werden muss.