Unwetter in Griechenland (5.12.)
: Video zeigt überflutete Straßen

Griechenland kämpft aktuell gegen schwere Unwetter mit Regen und schwerem Sturm. Eine griechische Tageszeitung zeigt ein Video der Fluten.
Von
Nicole Züge
Athen
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Griechenland

Griechenland kämpft aktuell gegen schwere Unwetter. Ein Video zeigt überflutete Straßen.(Archivbild)

Aristidis Vafeiadakis/dpa

Griechenland kämpft aktuell mit heftigen Regenfällen, starken Böen und überfluteten Straßen. In Athen, auf der Peloponnes und auf Kreta liefen innerhalb weniger Stunden Straßen voll, in mehreren Vierteln kam der Verkehr fast zum Stillstand. Ein Video einer griechischen Tageszeitung zeigt die drastische Lage.

Schwere Unwetter in Griechenland: Lage kritisch

Die Behörden melden eine der schwersten Unwetterlagen der vergangenen Jahre. Der Zivilschutz stuft die Situation als kritisch ein. In Teilen der Ägäis erreichten die Winde Stärke neun mit bis zu 88 Kilometern pro Stunde. Schulen blieben am Freitag (5.12.2025) in neun von 13 Regionen geschlossen.

Die Regierung rät Angestellten außerdem zu Homeoffice. Die Bevölkerung soll auch unnötige Fahrten unterlassen. Eine Warn-SMS des Zivilschutzes fordert dazu auf, überflutete Unterführungen, steile Straßen und Bereiche nahe Flussläufen zu meiden.

Die Feuerwehr meldet zahlreiche Einsätze wegen vollgelaufener Keller, überfluteter Erdgeschosse und umgestürzter Gegenstände. Straßen wurden zu reißenden Strömen. Fahrzeuge trieben ab. Die Ost-West-Autobahn zwischen Athen und dem Hafen Patras war zeitweise gesperrt. Auch aus der Region Sparta kommen Berichte über Überschwemmungen.

Video zeigt überflutete Straße in Mandra

Die griechische Tageszeitung „Ta Nea“ hat ein Video veröffentlicht. Zu sehen ist eine überflutete Straße im Ort Mandra in der Region Attika.

Autos stehen bis zum Motorblock unter Wasser, ein Wagen wurde von den Fluten sogar an eine Hauswand geschoben. Derweil regnet es immer weiter:

So wird das Wetter in Griechenland in den kommenden Tagen

Die griechische Wetteragentur HNMS warnt mit der höchsten Stufe Rot. Die Warnung gilt seit dem 3.12. und wurde bereits verlängert. Sie bleibt vorerst bis zum 5.12.2025 zur Mittagszeit in Kraft. Die Meteorologen sprechen von intensiven und lang anhaltenden Niederschlägen. Viele Regionen erleben schwere und potenziell gefährliche Wetterereignisse mit lokalem Hagel und sehr starken Winden. Betroffen sind vor allem Zentralmakedonien, Thessalien und die Sporaden, die Inseln der Ostägäis von Chios südwärts, der Dodekanes mit Rhodos, Kos, Chalki und Karpathos, die Kykladen, der Westen und Süden Kretas sowie Mittel und Ostgriechenland mit Attika und Euböa. Eine Entspannung erwarten die Experten erst am Samstag, 6.12.2025. Dann hält die Warnstufe laut Prognose nur noch in Zentralmakedonien und auf den Dodekanes Inseln an.

Anstehende Reisen nach Griechenland

Wer eine Reise nach Griechenland in die betroffenen Gebiete plant, sollte sich mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzen und erfragen, inwieweit die Situation vor Ort die Reise beeinträchtigt. Bei akuten Überschwemmungen am Urlaubsort, die die Durchführung der Reise erheblich beeinträchtigen, besteht in manchen Fällen die Möglichkeit, die Pauschalreise kostenfrei zu stornieren. Wichtig ist, dass die Beeinträchtigung unmittelbar bevorsteht oder bereits eingetreten ist. Eine bloße Befürchtung reicht nicht aus. Individualtouristen können auf dieses Sicherheitsnetz allerdings nicht zurückgreifen.