Urlaub in der Türkei: Für diese Regionen gilt eine Reisewarnung

Iran-Krieg - Rakete im türkischen Luftraum: 09.03.2026, Türkei, Sahinbey: Fragmente einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete, die vermutlich im türkischen Luftraum von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen wurde, liegen im Bezirk Sahinbey in der Nähe von Gaziantep im Süden der Türkei auf dem Boden.
Said Vakkas Yagci/IHA/AP/dpaDie Luftabwehr der NATO hat bereits zwei Raketen aus dem Iran im türkischen Luftraum abgefangen. Der erste Vorfall ereignete sich am 4. März. Gestern wurde über dem östlichen Mittelmeer erneut ein Geschoss neutralisiert. Die Ereignisse stehen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran.
Mehrere Staaten nahmen die Vorfälle zum Anlass, ihre Reisehinweise für die Türkei anzupassen. Für einige Regionen wurden Reisewarnungen ausgesprochen.
Reisewarnungen für Grenzregionen
Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen in die Grenzgebiete der Türkei zu Iran, Irak und Syrien ab. Betroffen sind die Provinzen Ağrı, Iğdır, Van, Şanlıurfa, Mardin, Şırnak und Hakkâri. Außerdem weist die Behörde darauf hin, dass es kurzfristig zu Einschränkungen im Reiseverkehr kommen kann.
Die US-Regierung rät ihren Bürgern aktuell von Reisen in mehrere südöstliche Provinzen der Türkei ab. Dazu zählen Adana, Adıyaman, Batman, Bingöl, Bitlis, Diyarbakır, Elazığ, Gaziantep, Hakkâri, Hatay, İçel, Kilis, Kahramanmaraş, Malatya, Mardin, Muş, Osmaniye, Siirt, Şanlıurfa, Şırnak, Tunceli und Van.
Kanada und Australien warnen ebenfalls vor nicht notwendigen Reisen in die Provinzen Hakkâri und Şırnak. Darüber hinaus raten die Behörden davon ab, sich der syrischen Grenze auf weniger als zehn Kilometer zu nähern.
Auch Großbritannien warnt vor Reisen bis auf zehn Kilometer an die syrische Grenze, spricht jedoch keine Reisewarnung für bestimmte Provinzen aus. Eine ähnliche Empfehlung gibt auch das österreichische Außenministerium.
Keine generelle Reisewarnung für die Türkei
Eine generelle Reisewarnung für die gesamte Türkei gibt es derzeit nicht. Der Luftraum ist weiterhin geöffnet, Reisen in das Land sind grundsätzlich möglich. Das Auswärtige Amt empfiehlt jedoch, die Sicherheitslage aufmerksam zu verfolgen und sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen zu informieren.
Reisende sollten zudem die Nähe zu militärischen Einrichtungen meiden und den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge leisten. Empfohlen wird außerdem, sich in die Krisenvorsorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amts einzutragen. So können Behörden Reisende im Notfall schneller erreichen. Bei Fragen zu Flügen oder Pauschalreisen sollten sich Betroffene an ihre Fluggesellschaft oder ihren Reiseveranstalter wenden.
