Urlaub in der Türkei: Karte zeigt, wo eine Reisewarnung gilt

Ausflugsboot bei Kekova an der türkischen Riviera.
Robert Günther/dpa-mag/dpaDas Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen in bestimmte Grenzregionen der Türkei ab. Eine Karte der Sicherheitsstufen zeigt, dass vor allem der Südosten und Osten des Landes betroffen sind.
Reisewarnung für Grenzgebiete
Von Reisen wird insbesondere in den Provinzen Ağrı, Iğdır, Van, Şanlıurfa, Mardin, Şırnak und Hakkâri abgeraten. Diese liegen entlang der Grenzen zu Iran, Irak und Syrien. In der Karte sind diese Regionen rot markiert, was der höchsten Sicherheitsstufe entspricht.

Die rot markierten Flächen zeigen, wo die Reisewarnung gilt.
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten ÖsterreichHintergrund sind die angespannte Sicherheitslage in der Region sowie militärische Entwicklungen: Seit Ende Februar 2026 kommt es im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran zu Luftangriffen. Nach Angaben der türkischen Behörden wurden auch über türkischem Staatsgebiet Raketen abgefangen.
Sicherheitslage im restlichen Land
Für den restlichen Teil der Türkei gelten die normalen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. Die Behörde weist darauf hin, dass im gesamten Land eine terroristische Gefährdung besteht. In der Vergangenheit kam es wiederholt zu Anschlägen, auch in Innenstädten. Sicherheitskräfte sind sichtbar präsent, dennoch bleibt ein Restrisiko. Reisenden wird geraten größere Menschenansammlungen zu meiden, sich von Demonstrationen fernzuhalten und Anweisungen von Behörden zu befolgen.
Die allgemeine Kriminalität in der Türkei gilt als vergleichsweise niedrig. Dennoch kann es vor allem in touristischen Gebieten zu Taschendiebstählen, Betrugsmaschen (z. B. überhöhte Rechnungen in Bars) und der Herausgabe von Falschgeld kommen, teilt das Auswärtige Amt mit.
Demonstrationen und innenpolitische Spannungen
In mehreren Städten kommt es laut Angaben des Auswärtigen Amtes seit Monaten vermehrt zu Demonstrationen. Diese können kurzfristig eskalieren und zu Einschränkungen im öffentlichen Leben führen, etwa durch gesperrte Verkehrsknotenpunkte. Zusätzlich bestehe das Risiko spontaner Proteste im Zusammenhang mit internationalen Konflikten, insbesondere im Nahen Osten.
