Verbote im Sommerurlaub
: Bei diesem Verhalten drohen hohe Strafen

Bikiniverbot, Rauchen am Strand oder Fotos in Polen: 2025 greifen neue Urlaubsverbote in den beliebtesten Reiseländern. Wer sie ignoriert, zahlt bis zu 4.700 Euro.
Von
Nicole Züge
Berlin
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Ein Pärchen sitzt auf einer Bank auf dem Berg Monte Baldo und schaut hinunter auf den Gardasee. +++ dpa-Bildfunk +++

Wer 2025 in den Sommerurlaub an den Gardasee, nach Griechenland, Frankreich, an die Algarve oder Polen bzw. Tschechien fährt, muss diese Verbote kennen. Es drohen hohe Bußgelder!

Daniel Reinhardt/dpa

Im Bikini durch die Altstadt? Ein Selfie vor einer Militäranlage? Oder Bier im Park? In vielen beliebten Reisezielen drohen hohe Strafen für Verhalten, das vielen Reisenden als harmlos gilt. Sechs neue Regelungen, die man kennen muss.

1. Tschechien und Polen: Kein Foto vor der Kaserne

In Tschechien und Polen gelten neue Fotoverbote – betroffen sind Militärgelände, Kraftwerke, Brücken, Häfen und Flughäfen. Wichtig: In Tschechien drohen 4.000 €, in Polen bis zu 4.700 € Strafe. Auch Haftstrafen bis 30 Tage sind möglich. Das Auswärtige Amt warnt: Kennzeichnungen wie „Zakaz fotografovani“ sind nicht immer klar erkennbar. Im Zweifel lieber kein Foto machen!

2. Albufeira: Badeverbot abseits vom Strand

Portugal zieht die Grenze: In Albufeira an der Algarve ist ab Juli Schluss mit Badeoutfit auf der Straße. Bikini und Badehose sind dann nur noch am Strand, in Hotelanlagen und ausgewiesenen Badezonen erlaubt. Die Bußgelder liegen zwischen 300 und 1.500 Euro. Eine Übergangsphase mit Info-Kampagne ist laut Bürgermeister José Carlos Rolo geplant.

3. Limone: Kein Alkohol unter freiem Himmel

Limone am Gardasee setzt auf Limo statt Wein. Seit April ist Trinken in Parks, auf Gehwegen und in Gärten verboten – bis 1. November. Gilt für: Parks, Gärten, Gehwege, öffentliche Plätze. Strafe: bis zu 500 Euro.

4. Griechenland: Schluss mit Wildcampen

Camper müssen sich 2025 einschränken. Zelten oder Parken mit dem Wohnmobil am Strand, im Wald oder an archäologischen Stätten ist in Griechenland nun verboten. Auch in Wohngebieten darf maximal 24 Stunden geparkt werden, wobei nur ausgewiesene Plätze erlaubt sind. Der ADAC bestätigt: Die Polizei kontrolliert regelmäßig. Wird man erwischt, wird ein Bußgeld von 300 Euro fällig. Zusätzlich plant die Regierung ein schärferes Verkehrsrecht – etwa höhere Strafen für Fahren ohne Helm oder mit Handy am Steuer. Auch interessant: Erdbeben in Griechenland: Sind Reisen ans Mittelmeer noch sicher? Das sagt ein Experte

5. Frankreich: Rauchverbot an Stränden

Am Strand rauchen ist ab 1. Juli in ganz Frankreich verboten. Auch in Parks und Gärten gilt das neue Gesetz. Gesundheitsministerin Catherine Vautrin sagt: „Die Freiheit, zu rauchen, endet dort, wo das Recht der Kinder auf saubere Luft beginnt.“ Verstöße kosten 135 Euro.

6. Thailand: Kein Tauchfoto ohne Zertifikat

Nicht nur die Einreiseregeln nach Thailand haben sich im Mai geändert, auch für Gerätetaucher gibt es Neuerungen. Künftig benötigt man in Thailand ein „Advanced Open Water“-Zertifikat oder den Nachweis von mindestens 40 Tieftauchgängen, wenn man Unterwasserkameras einsetzen möchte.
Hintergrund: Der Schutz der Korallenriffe. Tourenanbieter sollen kontrollieren – bei Verstößen wird der Tauchgang abgebrochen. Geldbußen sind bislang nicht vorgesehen.

Mit Material von dpa.