Verbotene Filme: Diese Streifen sind in Deutschland verboten

Wenige Besucher sitzen in einem Saal im Kino Ufa-Kristallpalast in der Innnenstadt und schauen auf die Leinwand. Als erstes großes Kino in der Stadt durfte der Ufa-Palast nach dem Corona-Lockdown wieder öffnen. (zu dpa "Mit Popcorn, ohne Maske: Wie kann ein Kinobesuch jetzt aussehen?") +++ dpa-Bildfunk +++
Robert Michael/dpaIn Deutschland gibt es eine ganze Liste verbotener und eingeschränkter Filme. Grund für ein Verbot oder eine Einschränkung können Jugendschutz, politische Inhalte, Darstellung von Gewalt oder das Feiertagsgesetz sein. Welche Filme das sind und aus welchen Gründen sie verboten sind.
Verbotene Filme in Deutschland
In Deutschland werden Filme entweder auf den Index gesetzt oder ganz beschlagnahmt und einem Verkaufsverbot unterlegt. Wenn die FSK aufgrund der gezeigten Gewalt eine Jugendgefährdung vermutet, verweigerte sie die Freigabe des Films. Nicht freigegebene Filme tragen dann ein leichtes oder schweres Siegel SPIO/JK. Damit dürfen sie überall verkauft werden, können aber jederzeit von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert werden. Ist ein Film erst einmal indiziert, darf er nicht mehr öffentlich ausliegen, sondern wird nur noch unter der Ladentheke verkauft. Indizierte Filme können beschlagnahmt und komplett mit einem Verkaufsverbot belegt werden.
Zu den in Deutschland verbotenen Filmen gehören unter anderem folgende:
- Filme mit Gewaltdarstellungen laut § 131 des Strafgesetzbuches (StGB), wie „Braindead“, „Halloween 2“ oder diverse „Freitag der 13.“-Teile
- Filme, die Volksverhetzung (§ 130 StGB) betreiben, wie „Jud Süss“ oder „Der ewige Jude“
- Filme, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Verunglimpfungen des Staates beinhalten
- Filme, die gegen § 86 StGB verstoßen und Propagandamittel verfassungswidriger Organisationen darstellen
- Filme, die gegen § 130a StGB verstoßen und Anleitungen zu Straftaten darstellen
- Filme, die gegen § 184 StGB verstoßen und pornografische Schriften (alle möglichen Medien) darstellen
- Filme, die gegen § 184a StGB verstoßen und Gewalt- und Tierpornografie darstellen
- Filme, die gegen §§ 184b und 184c StGB verstoßen und Kinder- und Jugendpornografie darstellen
Karfreitag und Co.: An stillen Feiertagen verbotene Filme
Außerdem können Filme im Fernsehen als „nicht feiertagsfrei“ eingestuft und damit nicht mehr an christlichen Feiertagen ausgespielt werden. Zu der Liste von verbotenen Filmen an stillen Feiertagen gehören über 700 Filme. Die Horrorfilm-Reihe „Saw“, der ein oder andere Exorzismus-Film, „Der Terminator“ und „Das Leben des Brian“ gehören dazu.
Eingeschränkte Filme
Filme, die eine FSK haben, sind in den meisten Fällen vor Indexierung und Verboten geschützt. Die eingeschränkten Filme werden größtenteils aus Jugendschutz ab 16 oder ab 18 freigegeben.
