Vermögen von Elon Musk explodiert: SpaceX macht ihn fast zum ersten Billionär

Elon Musk nähert sich durch die milliardenschwere Bewertung von SpaceX der historischen Marke von einer Billion US-Dollar Vermögen.
Sebastian Gollnow/dpaSpaceX, das unter anderem den Satelliteninternetdienst Starlink betreibt und die Schwerlastrakete Starship entwickelt, wird nach dem Börsengang mit rund 1,77 Billionen US-Dollar bewertet. Damit ist SpaceX auf Anhieb mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta. Elon Musk, der bereits als reichster Mensch der Welt gilt, rückt durch den steigenden Wert seiner Beteiligungen näher an eine historische Vermögensmarke heran.
Vermögen von Elon Musk aktuell
Nach den aktuellen Echtzeitdaten von Forbes belief sich sein Vermögen am 12. Juni um 12:42 Uhr deutscher Zeit auf 982,6 Milliarden US-Dollar – zumindest auf dem Papier, gemessen am Wert seiner SpaceX-Aktien und Anteile am ebenfalls von ihm geführten Elektroautobauer Tesla. Umgerechnet entspricht das rund 848,7 Milliarden Euro. Durch den Börsengang von SpaceX hat sich das Vermögen des in Südafrika geborenen Geschäftsmanns laut Forbes bereits um etwa 188 Milliarden US-Dollar (162,815 Milliarden Euro) erhöht. Nur noch rund 17,4 Milliarden Dollar fehlen Elon Musk damit zur Billionenmarke. Um 15:30 Uhr deutscher Zeit ist der Börsenstart vorgesehen. Sollte die Aktie steigen, könnte Elon Musk damit heute der erste Billionär werden.
SpaceX gelingt der größte Börsengang der Geschichte
Mit einem Emissionsvolumen von 75 Milliarden US-Dollar setzt SpaceX neue Maßstäbe an den Finanzmärkten. Das Unternehmen platzierte rund 555,6 Millionen Aktien zu einem Ausgabepreis von 135 US-Dollar. Damit übertrifft der Börsengang selbst den bisherigen Rekordhalter Saudi Aramco deutlich, das bei seinem Debüt im Jahr 2019 rund 29 Milliarden US-Dollar eingesammelt hatte.
Trotz der enormen Bewertung steht hinter dem Unternehmen nicht nur die aktuelle Geschäftsentwicklung, sondern vor allem die Erwartung künftiger Erfolge. Anleger setzen darauf, dass SpaceX seine führende Rolle im Raumfahrtsektor weiter ausbauen kann. Dazu zählen insbesondere die Weiterentwicklung der Rakete Starship sowie der Ausbau des Starlink-Netzwerks.
In der Zukunft soll Künstliche Intelligenz das größte Geschäft sein, zum Beispiel auch durch Rechenzentren im All. Die Idee dahinter ist, dass die Sonne dort viel Energie liefern kann. Skeptiker verweisen allerdings auf Probleme wie die erheblichen Aufbaukosten, eine trotz der niedrigen Temperaturen im All schwierige Kühlung sowie die Strahlung, die Schaltkreise beschädigen könne.
Hohe Verluste, große Zukunftspläne
Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von rund 4,94 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden US-Dollar. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres blieb das Unternehmen mit einem Minus von 4,28 Milliarden US-Dollar in den roten Zahlen.
Ein wesentlicher Kostentreiber ist die Entwicklung der Rakete Starship. Nach Unternehmensangaben flossen bislang mehr als 15 Milliarden US-Dollar in das Projekt. Nach Abschluss der Testphase soll die Rakete künftig kommerziell eingesetzt werden und die Kosten für Transporte ins All deutlich senken.
Für stabile Einnahmen sorgt primär Starlink. Der Satelliteninternetdienst erwirtschaftete im ersten Quartal 3,26 Milliarden US-Dollar Umsatz und verfügt mittlerweile über rund 10,3 Millionen Kunden in 164 Ländern.
Musk behält die Kontrolle
Auch nach dem Börsengang bleibt Elon Musk die prägende Figur des Unternehmens. Durch Aktien mit erweiterten Stimmrechten kontrolliert er weiterhin mehr als 80 Prozent der Stimmrechte. Gleichzeitig profitieren frühe Investoren erheblich von der gestiegenen Bewertung. Beteiligungen, die vor Jahren für vergleichsweise geringe Summen erworben wurden, haben inzwischen einen Wert von mehreren Milliarden US-Dollar erreicht.
Mit Material der dpa
