Wal Ostsee aktuell: Livestream zeigt Rettungsversuch heute am Samstag, 18.04.2026

Retter bespritzen den Buckelwal am 17.04.2026 vor der Insel Poel mit Wasser. Aktuell läuft ein neuer Rettungsversuch von einer privaten Initiative.
Jens Büttner/dpaVor der Ostsee-Insel Poel läuft weiterhin ein aufwendiger Rettungsversuch für einen seit Wochen festliegenden Buckelwal. Nachdem frühere Versuche als aussichtslos galten, hat eine private Initiative einen neuen Anlauf gestartet. Hier kann man die Rettungsaktion im Livestream mitverfolgen.
Wal Ostsee aktuell: Livestream zeigt Rettungsversuch heute
Wal-Rettung vor Poel: Was ist geplant?
Die Rettungsarbeiten laufen auch am Samstag mit zahlreichen Helfern weiter. Eine Arbeitsplattform mit Pontons, Pumpen und schwerem Gerät wurde vorbereitet, um den Wal zunächst freizuspülen. Anschließend soll das Tier mithilfe von Luftkissen angehoben und auf eine Plane zwischen zwei Schwimmpontons gebracht werden. Von dort ist geplant, den rund zwölf Tonnen schweren Buckelwal in tiefere Gewässer in Richtung Nordsee zu schleppen.
Zeitplan: Verzögerung um einen Tag
Der ursprünglich vorgesehene Ablauf konnte bislang nicht eingehalten werden. Teile der geplanten Maßnahmen verzögerten sich, sodass sich die gesamte Rettungsaktion um mindestens einen Tag verschob. Der weitere Zeitplan bleibt laut Aussagen der Initiative am Freitag offen und richtet sich auch nach dem Zustand des Tieres.
Zustand des Wals
Der Buckelwal liegt seit mehr als zwei Wochen in flachem Wasser und gilt als geschwächt. Gleichzeitig zeigen aktuelle Beobachtungen, dass sich das Tier noch aktiv bewegt, etwa durch kräftige Schläge mit der Schwanzflosse und Drehbewegungen. Laut beteiligten Tierärzten der Initiative deutet dies darauf hin, dass keine schwerwiegenden äußeren Verletzungen vorliegen und grundsätzlich eine Chance auf Rettung besteht (Stand 17.04.2026).
Allerdings bleibt die Lage kritisch. Experten hatten zuvor aufgrund des schlechten Gesundheitszustands und mehrfacher Strandungen empfohlen, auf weitere Eingriffe zu verzichten. Mögliche Probleme wie ein Fischernetz im Maul sowie Hautschäden durch das Ostseewasser belasten das Tier zusätzlich. Weitere Eingriffe würden dem Tier massive Schäden zufügen. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde. Der Ausgang der Rettungsaktion ist weiterhin ungewiss.
Mit Material der dpa und AFP
