Ist Wal Timmy tot?: Lebloser Buckelwal an der Küste Dänemarks entdeckt

Im Frühjahr war der Buckelwal mehrfach in der Ostsee gestrandet - wie hier vor der Insel Poel.
Philip Dulian/dpaSeit knapp zwei Wochen gibt es ein großes Rätselraten um den in der Nordsee freigelassenen Buckelwal namens Timmy. Das Tier war nach mehreren Strandungen in der Ostsee per Lastkahn in tiefere Gewässer bugsiert worden. Ein angebrachter Sender lieferte jedoch nach der Freilassung keinerlei Daten. Jetzt könnte das Rästelraten um das Schicksal von Wal Timmy ein trauriges Ende nehmen.
Toter Wal an dänischer Küste entdeckt - Ist es Timmy?
Vor der dänischen Insel Anholt ist jetzt ein toter Wal entdeckt worden. Das Tier liege etwa 75 Meter vor der Küste und sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen. Antholt liegt im Kattegat - also am Eingang zur Ostsee. Unklar war zunächst, ob es sich um den Wal handelt, der Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gestrandet war. Demnach hätte sich der Wal namens Timmy ein ganzes Stück aus der Nordsee wegbewegen müssen. Nach Einschätzung eines örtlichen Naturaufsehers handelt es sich bei dem Kadaver vermutlich um einen Buckelwal. Das Tier sei schätzungsweise 10 bis 15 Meter lang, sagte er dem Sender TV 2 Østjylland. Derzeit gebe es keine Pläne, den Wal zu bergen. Das könne sich ändern, falls der Kadaver näher an die Küste treibe, hieß es weiter.
Wird toter Wal in Dänemark untersucht?
Im Laufe des heutigen Tages soll laut dänischen Medien eine Gewebeprobe von dem toten Tier entnommen werden. Den Angaben nach wird darauf gewartet, dass Niedrigwasser dies zulässt.
Um festzustellen, ob es sich bei dem in Dänemark gefundenen Kadaver um den zuvor in Deutschland gestrandeten Wal handelt, könnten theoretisch auch Fotos helfen: Nach Angaben der Initiative wurde ein Foto von der Fluke - der großen Schwanzflosse des Tieres - gemacht, das als Foto-ID in entsprechende Datenbanken einfließen soll. Auch für diese Information gab es allerdings keine Bestätigung durch unabhängige Quellen.
(mit Material von dpa)
