Wal aus der Ostsee
: Karte und Livestream - Wo ist Buckelwal Timmy aktuell?

Wal Timmy nähert sich seiner Freilassung. Der Schiffskonvoi soll am heutigen Freitag die Nordsee erreichen. Wo ist der Wal aktuell? Alle Infos gibt es hier im Text.
Von
Daniel Steiger
Kopenhagen
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Weitere Entwicklung zum Buckelwal in der Ostsee

Der Transport von Wal Timmy soll heute die Nordsee erreichen.

Christoph Reichwein/dpa

Das Schicksal von Wal Timmy bewegt weiterhin viele Menschen. Der Rettungstransport soll am heutigen Freitag die Ostsee verlassen und in die Nordsee fahren. Wie geht es dann weiter? Wie ist der Zustand des mehrmals gestrandeten Buckelwals aktuell? Hier gibt es alle Infos:

Karte und Livestream - Wo ist Wal Timmy aktuell?

Das Transportschiff mit dem vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Buckelwal hat nach tagelanger Reise nun fast die Nordsee erreicht. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder befand es sich am frühen Morgen etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt. Dort, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird.

Wann und wo soll der Buckelwal ausgesetzt werden?

Am vergangenen Dienstag war der wochenlang an der Ostseeküste im Flachwasser liegende Wal in eine sogenannte Barge bugsiert worden. In diesem mit Wasser gefüllten Lastkahn, der vom Schlepper „Fortuna B“ gezogen wird, war das tonnenschwere Tier in den vergangenen Tagen in Richtung Nordsee geschippert worden. Nach Plänen der privaten Initiative, die für den Transport verantwortlich ist, soll der Wal schließlich ausgesetzt werden. Wo und wann das genau passieren soll, ist weiterhin nicht bekannt.

Wie geht es dem Wal aktuell?

Über den gesundheitlichen Zustand des Wales ist ebenfalls wenig bekannt. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte am Mittwoch vor Journalisten zum Zustand des Wals: „Es geht ihm gut.“ Angeblich habe er in der Nacht Laute von sich gegeben.

Kann Wal Timmy auch in einer Auffangstation gesund werden?

Die private Initiative zum Transport des wochenlang gestrandeten Buckelwals hat einen Plan B für den Fall ins Spiel gebracht, dass das Tier doch zu schwach sein sollte, um demnächst freigelassen zu werden. Es gebe Auffangstationen zum Aufpäppeln von Walen, hatte die Rechtsanwältin der privaten Rettungsinitiative, Constanze von der Meden, gesagt. Doch wäre das ein realistischer Plan?

Zwar gebe es in Europa verschiedene Auffangstationen für Kleinwale, erklärte die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC). Aber: „Auffangstationen, die Kapazitäten für die Aufnahme eines Wals dieser Größe, geschweige denn Erfahrungen mit dem „Aufpäppeln“ von Buckelwalen hat, sind uns weder in Europa noch weltweit bekannt.“ Allgemein würden Großwale nicht unter menschliche Obhut gebracht.